Staatstheater Kassel mit Besucherplus und Rekordauslastung

Beliebt: Dong-Won Kim als Tamino zog in der „Zauberflöte“ die Zuschauerscharen an. Foto:  Klinger

Kassel. Die Kurve zeigt nach oben: Zum Abschluss der Spielzeit am Kasseler Staatstheater zieht Intendant Thomas Bockelmann eine positive Bilanz.

222.503 Besucher kamen zu den 697 Aufführungen (Vorjahr: 207.247 bei 637). Die Auslastung lag damit bei 72,9 gegenüber 68,4 Prozent in der Saison 2010/11. „Es ist die zweitbeste Zuschauerzahl und die beste Platzausnutzung in den acht Jahren meiner Intendanz“, sagt Bockelmann, dessen Vertrag bis 2015 läuft.

Auch die Einnahmen des Hauses haben sich durch diesen Besucherzuwachs erhöht: Der finanzielle Zuwachs ist kurz vor Saisonende noch nicht fertig gerechnet, liegt aber „im sechsstelligen Bereich“. In der vorigen Saison beliefen sich die Einnahmen durch Kartenverkäufe auf 2,6 Millionen Euro.

Absoluter Publikumsrenner in der Oper war Mozarts „Zauberflöte“ - die Plätze waren zu 99,3 Prozent besetzt. Puccinis „La Bohème“ folgt mit 82 Prozent. Schwächer besucht war Wagners „Parsifal“ mit nur 61 Prozent, das Schlusslicht bildet „Lady Macbeth von Mzensk“ von Schostakowitsch, wo lediglich 50 Prozent der Plätze verkauft worden waren. Die Oper insgesamt erzielt eine Auslastung von 64,7 Prozent (61,4).

Im Schauspiel sieht es ähnlich aus: Nach 66,3 Prozent in der vorigen Spielzeit liegt die Auslastung aktuell bei 68,5 Prozent, im Ranking ganz oben steht dort das Musical „Cabaret“, das nahezu ausverkauft war (90,8 Prozent).

Etwas weniger gut besucht als im Vorjahr waren die Veranstaltungen der Sparte Tanz - 62,8 statt 64,2 Prozent. Dafür konnten auch die Konzerte punkten: Sie waren zu 84,1 Prozent ausgelastet, gegenüber 80,5 Prozent 2010/11 - dabei sind normale Sinfoniekonzerte immer wieder ausverkauft. Publikumsrenner im Bereich des Generalmusikdirektors Patrik Ringborg war das Queen-Konzert.

Das Weihnachtsmärchen „Die kleine Meerjungfrau“ zog wie immer Scharen an: 83,7 Prozent Platzausnutzung.

„Wir haben Anlass zur Freude“, sagt der Intendant, der auch auf die steigenden Abonnements verweist. Aktuell hatten 11.020 Besucher Dauerkarten - vor acht Jahren lag die Zahl noch bei 5800. Dazu kommt, dass die üblichen Schwankungen zum Saisonende sich diesmal in Grenzen halten, so Bockelmann. Die Leute bleiben bei der Stange.

Bis zum Sonntag gibt es noch Aufführungen: Im Wilhelmshöher Bergpark läuft das Sommermusical „Black Rider“. Es gibt noch Karten.

Telefon: 0561-1094-222.

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