Der Schauspieler und einstige Publikumsliebling Karl-Heinz Mauthe wird heute 95 Jahre alt

Er stand vierzig Jahre auf der Bühne

Karl-Heinz Mauthe Foto:  nh

Kassel. Er war einst ein Liebling des Publikums am Kasseler Theater: Heute wird der Schauspieler Karl-Heinz Mauthe 95 Jahre alt. Der gebürtige Karlsruher und gelernte Industriekaufmann kam 1939 über Heidelberg, Halle und Bremen ans Preußische Staatstheater nach Kassel.

„Meine erste Rolle war der Theobald in Hebbels Agnes Bernauer“, erzählt er. 1941 wollte Mauthe eigentlich nach Wien ans Burgtheater wechseln, „das Engagement war unter Dach und Fach“. Doch man ließ ihn nicht, er wurde eingezogen, allerdings zunächst mit Zivilurlaub. 1942 musste Mauthe dann doch in den Krieg, kam nach Frankreich und in britische Gefangenschaft. „Dort habe ich im Lager eine Sendung für Deutsche gemacht, die über die BBC ausgestrahlt wurde“, sagt Mauthe.

Wieder in Kassel begann seine große Zeit am Staatstheater, er reüssierte besonders in Liebhaberrollen und komischen Parts. 1978 schied Mauthe aus dem Ensemble aus, der Schmierendirektor Striese im „Raub der Sabinerinnen“ war seine Jubiläumsrolle für 40 Jahre auf der Bühne: „Ich habe mir gedacht, besser kann ich nicht werden.“ Es folgten Engagements fürs Fernsehen. Als Zuschauer ins Theater zu gehen, ging nicht mehr gut, weil sein Gehör nachließ. Heute feiert der in zweiter Ehe verheiratete Mauthe Geburtstag mit Kindern und Enkeln. (fra)

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