Marina Eimer stellt beim Offenen Kanal aus

Stark in den Details

Mohnblumen und das Meer: „Träume“ hat Marina Eimer dieses Bild genannt. Foto: De Filippo

Kassel. Wer sich die Bilder der russischen Künstlerin Marina Eimer anschaut, sollte sich Zeit nehmen. Denn in den Werken, die zurzeit in den Räumen des Offenen Kanals ausgestellt sind, gibt es zahlreiche Details. Vögel, Segelboote, Elemente aus der Natur: Jede noch so kleine Einzelheit scheint eine tiefe Bedeutung zu haben.

Marina Eimers Werke tragen Titel wie „Zeit“, „Nacht“ oder „Seele“. Begriffe, die viele Assoziationen wecken. Ihre sehr persönlichen Gedanken kombiniert die Künstlerin zu farbenprächtigen, kubistisch anmutenden Bildern. So zeigt die Arbeit „Herbst“ Birnen, Sonnenstrahlen und einen Leuchtturm. Auf einem Bild, das Eimer „Träume“ genannt hat, sind ein Mohnblumenfeld, das Meer und skizzenhafte Frauenfiguren zu sehen, die an altägyptische Kunst erinnern.

Viele der Bilder sind geprägt von solchen Frauengestalten. Mal sind es Straßensängerinnen mit wallendem Haar, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mal sind es ausdrucksstarke Porträts mit ernstem Ausdruck. Ein Lächeln sucht man in den Gesichtern vergeblich. Doch genau das macht die Arbeiten Eimers aus: Sie sind nachdenklich und geben viel von den Gedanken und Gefühlen der Künstlerin preis. Zum Beispiel dann, wenn sie in ihrer Bildcollage „Wunschzettel“ die Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft kritisiert.

Bis 29. April, Offener Kanal, Kulturbahnhof. Mo, Di, Do, Fr 10 bis 19 Uhr, Mi 14 bis 19 Uhr.

Von Pamela De Filippo

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