Musikalisches Kabarett im Theaterstübchen mit Madeleine Sauveur und ihrem Pianisten Clemens Maria Kitschen

Ein Staubsauger-Song zu Lebensweisheiten

KASSEL. „Probleme sind da, um über sie zu reden, und nicht um sie zu lösen.“ Dieser Satz der Braunschweiger Sängerin Madeleine Sauveur hätte am Donnerstag auch als Motto ihres Kabarettabends im Theaterstübchen dienen können. Denn die ehemalige Lehramtsstudentin liebt es besonders, über die kommunikativen und körperlichen Problemzonen beider Geschlechter zu philosophieren. Mit einer angenehmen Mischung aus Charme und Ironie.

So würden beispielsweise Frauen zusammengerechnet fünf Jahre ihres Lebens ihr Spiegelbild in Schaufensterscheiben begutachten, während Männer das Reden häufig als Qual empfänden. Nur zu verständlich, da sie auf einige Fragen nur falsche Antworten geben könnten, wie Sauveur und ihr Partner Clemens Maria Kitschen wirkungsvoll demonstrierten.

Doch neben einer Reihe dieser sehr humorvoll und lebendig präsentierten Lebensweisheiten wusste das Duo auch musikalisch zu begeistern.

Kitschen und Sauveur präsentierten mehrere Lieder, in denen sich ihre Liebe zum Chanson widerspiegelte. Kaum zu toppen war ein russischer Titel, den Kitschen mit dem Akkordeon begleitete.

Großes Gelächter brach aus, als Sauveur den Liedtext als Staubsaugerbeutel-Wechselanleitung enthüllte. Witzig und musikalisch vielseitig war das Klavierpotpourri, das Kitschen am Ende des Konzertes solistisch darbot.

Vor beinahe ausverkaufter Kulisse brillierte der ehemalige Student des Dr.-Hoch-Konservatoriums Frankfurt mit guter Technik und Ausschnitten aus „O du Fröhliche“, Beatlessongs, Mozartwerken und anderen Klassikern. Großer Beifall.

Von Sebastian Krämer

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