„Stille Nacht“ mal anders

Chöre „Get Up!“ und „Soul Teens“ in der Dreifaltigkeitskirche

Stilvoller Auftritt in der Dreifaltigkeitskirche: Der Gospelchor „Get Up!“ mit seinem Leiter Peter Hamburger (links). Foto: Schachtschneider

Kassel. Das Fest war vorbei, die Stimmung gelöst und auf dem Weg in den Alltag. Fast 400 Zuhörer wollten am Sonntagabend in der Dreifaltigkeitskirche in Süsterfeld einen schönen Ausklang für die dreieinhalb langen Tage ohne Geschäftsbetrieb erleben.

Und „Get Up!“, der Landesgospelchor der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, brachte die volle Kirche zum Schwingen.

Gospels im weitesten Sinne, weihnachtliche und andere, hatten die 21 Sängerinnen und Sänger mit ihrem Leiter Peter Hamburger vorbereitet. Eine vierköpfige Band unterstützte sie in den anderthalb Stunden. „Down by the river side“ und „This little light of mine“ waren die bekanntesten Gospelstandards, die zu hören waren, daneben auch Bearbeitungen von „Stern über Bethlehem“ (bei dem trotz Aufforderung kaum einer mitsang) und eine kaum wiederzuerkennende Fassung von „Stille Nacht“.

Die Qualität des Chores ist vorzüglich. Er braucht kaum Impulse, sodass Hamburger es sich erlauben kann, fast durchgehend am Keyboard zu spielen. Einsätze klappen gut, Harmonien und Rhythmen sitzen prima. Zwei oder drei zusätzliche Männerstimmen würden den Klang noch nach unten abrunden – und ab und zu ein wenig mehr an Reibung, an „schwarzem“ Sound.

Der Nachwuchs klopft schon an die Tür. „Get Up!“ hatte die „Soul Teens“ eingeladen, die an der Kirche in Süsterfeld beheimatet sind. In fünf Liedern – „Keep on rocking“, Loved“ und andere – zeigten die vierzehn jungen Sängerinnen und Sänger, dass sie mit ihrem Chorleiter Christoph Illian viel geprobt haben.

Ein bruchloser einstimmiger Chorklang wurde vorgeführt, der durch furchtlose Soli von vier jungen Mädchen aus dem Chor eine überraschende zusätzliche Farbe erhielt. Dafür bekam der Jugendchor zu Recht großen Applaus. Den gab es am Ende auch für „Get Up!“

Eine Gruppe von Flüchtlingen aus dem Heim auf der Marbachshöhe war eingeladen. Was mögen sie gedacht haben?

Von Johannes Mundry

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