„Ich bete an die Macht der Liebe“: Die Maxim Kowalew Don Kosaken gastierten in Kirchditmold

Stimmgewaltige Folklore

Wechsel zwischen ernsten und heiteren Stücken: Die Maxim Kowalew Don Kosaken in Kirchditmold. Foto: Fischer

Kassel. Der Ruf der großen Kraft ihrer Stimmen eilt den Don-Kosaken-Chören voraus – zu Recht, wie man am Samstag in der voll besetzen Kirche in Kirchditmold beim Konzert des russischen Chors Maxim Kowalew Don Kosaken erleben konnte.

Ganz in Schwarz und in langschaftige Stiefel gekleidet, die Ledergürtel fest über die Schulter und um den Bauch gezogen, so trat das Septett unter dem Dirigat des Tenors Viachaslau Yeromin auf. Der erste Programmteil galt der ernsten Musik: Intensive Gesänge der russisch-orthodoxen Kirche wechselten sich mit Folklore und Balladen ab. Besonders gespannt erwartete das Publikum das melancholische Volkslied „Abendglocken“, das dem Tenor Siarhei Malkin überzeugend gelang. Neben der „Klosterlegende“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“ brachte der Chor mit Gounods „Ave Maria“ auch ein für dieses Genre eher ungewöhnliches, musikalisch sehr forderndes Stück. An den durchdringenden, flächigen Gesang musste man sich hier erst gewöhnen.

Mit Schwung und unter fröhlicher Begleitung des Akkordeons (Nikolai Bykov) starteten die Don Kosaken in den zweiten, wesentlich kurzweiligeren Teil. Neben mehreren typisch mitziehenden Märschen erklangen auch ein charmantes „Schneegestöber“, das Lied „Ein Kosak spaziert am Don“ (Im Duo: Viachaslau Yeromin und Aliaksandr Lastouski), das nachdenkliche „Eintönig klingt das Glöcklein“ und das pathetische Wolgalied aus Lehars „Zarewitsch“. Auch die zum Mitklatschen auffordernden Klassiker „Kalinka“ und „Katjuschka“ durften nicht fehlen – sie bildeten den Höhepunkt zum Schluss. Ein begeistertes Publikum feierte die Künstler mit Standing Ovations.

Von Felix Werthschulte

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