Strafbefehl für Jonathan Messe wegen Hitlergruß an Kasseler Uni

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Bald vor Gericht: Der Berliner Künstler Jonathan Meese provozierte im vergangenen Jahr in Kassel mit dem Hitlergruß.

Kassel. Der Berliner Künstler Jonathan Meese steht wohl bald in Kassel vor Gericht. Der 43-Jährige hatte im Juni 2012 während einer Veranstaltung an der Kasseler Uni den Arm zum Hitlergruß gehoben.

Wie die Staatsanwaltschaft Kassel auf Anfrage mitteilte, hatte sie beim Amtsgericht daraufhin einen Antrag auf Strafbefehl gestellt.

Bei einem öffentlichen Gespräch mit zwei Redakteurinnen des Magazins „Der Spiegel“ an der Universität Kassel hatte Meese mit einer Selbstinszenierung als „Diener der Kunst“ irritiert. „Ich kann sehr gut vor geilen Sachen strammstehen, da mache ich auch gerne mal den hier“ – sagte der 43-Jährige und streckte anschließend den rechten Arm aus. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellte daraufhin einen Antrag auf Strafbefehl wegen des Verwendens von „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“.

Wegen einer ähnlichen Performance war Meese schon einmal in Remagen angezeigt worden. Damals befand die Staatsanwaltschaft dort jedoch, dass es sich nicht um Politik, sondern um Kunst gehandelt habe. In Kassel sieht man das anscheinend anders.

„Der Strafbefehl ist derzeit noch offen“, erklärte Kerstin Nedwed, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Kassel. Einen Termin für die Verhandlung gegen Meese stehe derzeit noch nicht fest. Im Falle einer Verurteilung müsste der Künstler mit einer Geldstrafe rechnen. (mhs)

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