Streaming-Dienst Netflix erklärt dem Kino den Krieg

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Bislang liefen Filme erst im Kino und später gab es sie auf DVD. Der Streaming-Dienst Netflix stellt sein Kriegsdrama "Beasts of No Nation" nun pünktlich zum Kinostart ins Netz. Eine Revolution.

Der Kriegsfilm „Beasts of No Nation“ läuft in keinem deutschen Kino. Wieso kann man ihn trotzdem sehen?

Wieso kann man ihn trotzdem sehen? Weil er vom Streaming-Dienst Netflix produziert wurde. Parallel zum Kinostart in den USA ist er seit gestern auf www.netflix.com online abrufbar – auch in Deutschland. Das ist eine Revolution, weshalb es heißt, Netflix erkläre dem Kino den Krieg.

Worum geht es in „Beasts of No Nation“?

Um Kindersoldaten in Afrika. Regisseur Cary Fukunaga („True Detective“) gilt als „Hollywoods neues Wunderkind“. Abraham Attah wurde bei den Filmfestspielen von Venedig als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Nebendarsteller Idris Elba wird als Oscar-Kandidat gehandelt.

Was ist Netflix noch mal genau?

Cary Fukunaga

Der 1997 gegründete US-Konzern ist Vorreiter im Video-on-Demand-Geschäft. Für 7,99 Euro im Monat haben die Kunden per Internet Zugriff auf Tausende Filme und Serien, von denen Netflix immer mehr selbst produziert. Das nutzen weltweit fast 70 Millionen Menschen. Allein im September gewann der Konzern 3,62 Millionen neue Kunden. Zahlen für Deutschland gibt es nicht.

Ist das der Anfang vom Ende des Kinos?

Das wohl nicht, aber nach Büchern, Fernsehen und Musik wird das Internet nun auch die Filmbranche verändern. Amazon will bis zu zwölf Kinofilme im Jahr produzieren und in seine Streaming-Videothek stellen. Die großen US-Kinoketten nehmen Netflix auf jeden Fall ernst – sie zeigen den Film erst gar nicht.

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