ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

In Erfurt ermitteln für den „Tatort“ drei junge Kommissare

+
Das neue „Tatort“-Ermittlerteam aus Erfurt (von links): Maik Schaffert (Benjamin Kramme), Johanna Grewel (Alina Levshin) und Henry Funck (Friedrich Mücke).

Die jüngsten Kommissare der ARD: In Erfurt ermittelt ab Sonntag ein neues „Tatort“-Team für den MDR. Henry Funck (Friedrich Mücke, „Friendship!“) und Maik Schaffert (Benjamin Kramme) sind erst um die 30 und Kumpeltypen.

Ihre Praktikantin, Jura-Studentin Johanna Grewel (Alina Levshin, „Kriegerin“), dürfte noch jünger sein.

Die Folge „Kalter Engel“ von Thomas Bohn (Buch und Regie) beginnt mit einer Verfolgungsjagd. Die dynamischen Kommissare setzen den mutmaßlichen Mörder Roman Darschner (Godehard Giese) fest, dem mehrere Gewaltverbrechen gegen junge Frauen zur Last gelegt werden.

Die Verhaftung gelingt zwar, aber die Ermittler sind wieder übers Ziel hinausgeschossen. Was ihnen eine Rüge ihrer Chefin Petra Fritzenberger (Kirsten Block) einbringt. Nach nur fünf Minuten haben wir so bereits drei deutsche TV-Krimiklischees hinter uns: ausgestellt wirkende Action, überagierende flockige Helden und eine strenge Chefin. Bald wird das Ermittlertrio an die Gera gerufen, wo eine weitere Frauenleiche auf ihre Begutachtung wartet: die 24-jährige Studentin Anna Siebert. Kennzeichen: hübsch, verblüffend wohlhabend und ziemlich unbeliebt.

Bei Recherchen in ihrem Umfeld, vor allem in der WG, kommt heraus: Anna hat ihre Umwelt manipuliert, andere stets für ihre Ziele eingesetzt. Während der festgesetzte Verdächtige leugnet, für diesen neuen Mord verantwortlich zu sein, verfolgen Funck, Schaffert und Grewel diverse Spuren ins studentische Milieu. Dabei treffen sie auf eine kalte Welt aus Liebesneid und ungesunder Arbeitswut.

Private Einblicke gibt es auch: Der alleinerziehende Kommissar Funck darf bei einem Date den leicht arroganten Macho raushängen lassen, während sein allein lebender Kollege den mit Energy-Drinks gefüllten Kühlschrank seines Dienstzimmers abends gegen die Bierflaschen-Batterie seiner Bude austauscht.

Einmal pro Jahr soll das junge Team künftig vor der Kamera aus der thüringischen Landeshauptstadt ermitteln. Über 100 Konzepte seien bei einer offenen Ausschreibung für den neuen Standort eingereicht worden, so MDR-Intendant Wolf-Dieter Jacobi. Entschieden hat man sich für die Firma FFP New Media. (tx)

Eine Kritik lesen Sie ab Sonntagabend auf www.hna.de/kultur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.