Die Sängerin Florence Viereck und ihr Quartett gaben ein entspanntes Debüt in Wilhelmshöhe

Ein Stück Afrika im Bergpark

Intensives Konzert-Debüt im Bergpark Wilhelmshöhe: „Pata-Moto“-Musiker Hartmut Schmidt begleitet die Sängerin Florence Viereck auf dem Akkordeon. Foto: Werthschulte

Kassel. „Meistens spiele ich mittlerweile mit Band, und das sehr, sehr gern!“ Florence Vierecks Augen strahlten bei der Vorstellung der Mitmusiker von „Pata Moto“. Die kenianische Sängerin hatte auch allen Grund zur Freude, denn ihre Premiere am Sonntagmittag im Musikpavillon des Bergparks wurde ein abwechslungsreiches, von afrikanischen Rhythmen durchwobenes Konzert.

Zunächst zeigte das Quintett vom unterhaltsamen „Baby I can hold you“ über Standards wie „Dream A Little Dream of Me“ bis zum stampfenden Publikumsliebling „These Boots Are Made For Walking“ eine gute Bandbreite von Pop über Jazz bis Folk. In sonnengelb strahlenden Blazer, Gürtel und Schuhen verlieh die Sängerin mit ihrem satten, schmelzenden Timbre den Songs große Tiefe.

Unterstützt wurde sie von einem Quartett aus Gitarrist Frank Sommerfeld, Konzert-Organisator Hartmut Schmidt am Akkordeon, Bassist Heiko Eulen und Schlagzeuger Jörg Müller-Fest. Klanglich ausgewogen und dynamisch abgestuft, spürte man im Zusammenspiel auch die Freundschaft der Kasseler Musiker, was den Klangeindruck gerade bei den stimmungsvollen Soli noch verstärkte.

Einen ausdruckvollen Moment schufen Florence Viereck und Frank Sommerfeld mit „I’m Confessin“ in zurückgenommener Duo-Besetzung. Die anschließende, von der sympathischen Sängerin moderierte Musik-„Safari“ brachte ein kleines Stück Afrika nach Wilhelmshöhe. „Unkulahu“ animierte mit vertrackten afrikanischen Rhythmen zum Mitwippen, das suahelische Liebeslied „Malaika“ wurde zum melancholischen Gegenpol.

Mit einem von rund 300 Zuhörern bejubelten Medley aus „The Lion Sleeps Tonight“ und anderen afrikanischen Songs brachten „Pata Moto“ das Konzert zum lebendigen Abschluss. Und Florence Viereck strahlte.

Von Felix Werthschulte

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