Süße Maus und Daumenreise in der Trickfilmklasse

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Starke Figur: „Sweetmaus“ von Daniel von Bothmer. 

Kassel. Hereinspaziert bei „Trickreich 2013“. Bis Freitag, 8. Februar,  zeigt die Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel ihre neuesten Arbeiten im großen Bali-Kino im Kulturbahnhof.

Regen Andrang gab es dort bei der Eröffnung - und einen flockigen wie zutreffenden Professorenspruch: „Wenn Sie mehr als ein Grußwort hören, können Sie davon ausgehen, dass es sich um eine bedeutende Veranstaltung handelt.“

Nach Grußworten der Professoren Martina Bramkamp und Thomas Meyer-Hermann sowie des Rektors Christian Philipp Müller war ein Gastredner angekündigt - zur wissenschaftlichen Vertiefung. Der entpuppte sich als hochgestochen schwadronierende Animationsfigur.

Auf den lustigen Einstieg folgten 27 Beiträge der international erfolgreichen Kasseler Trickfilmklasse. Zwischen 25 Sekunden und sieben Minuten dauerten die Filme: die ganze Bandbreite von Scherz, Ironie und tieferer Bedeutung. Gespür fürs Tragikomische, auch in literarischer Hinsicht, ließ Daniel von Bothmer erkennen. Seine „Sweetmaus“ berichtete von Erlebnissen in der Psychotherapie. Später ließ er zwei Köpfe als Allegorien von Erfolglosigkeit und Alkoholismus übers Leben philosophieren.

Sympathisch berührte „Opa ist der Größte“ von Maurice Quentin, während Julian Vavrovsky in „Des Blinden Bruder“ mit 3D-Computeranimation eine komplizierte Beziehung schilderte - kleiner Schockeffekt inbegriffen.

Einprägsam waren auch Evgenia Gostrers Knetanimation „Im Rahmen“ und das Ergebnis des Workshops mit der japanischen Künstlerin Maya Yonesho, die mit ihrem Projekt „Daumenreise“ schon 14 Länder besucht hat. Die dabei entstandenen Filme vereinen Digitalbilder der jeweiligen Sehenswürdigkeiten mit Animationen auf einem davor hingehaltenen Papierstück. Das war flott wie der Titel des Kasseler Films: „Hessisch Sibirien - Die Perle des Nordens“.

Freitag, 8. Februar um 22.15 Uht im Großen Bali.

Von Georg Pepl

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