Süße Melancholie: Die Formation VoGiBa im Theaterstübchen

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Mit Charisma: Sängerin Christiane Winning von VoGiBa, im Hintergrund Peter Zingrebe. Foto: Fischer

Kassel. Bevor diese neu formierte Band spielt, weckt ihr Name erst mal den Tüftlergeist des Rätselfreundes: Vo Gi Ba? Könnte für alles Mögliche stehen. Vielleicht für die ersten Silben der Nachnamen? Für einen alten, nicht jedem geläufigen Musikstil?

Falsch – viel einfacher. „Vo“ steht für Vocal, „Gi“ für Gitarre und „ Ba“ für Bass. Das Publikum wird demnächst nicht mehr rätseln. Die Musik, die Aura dieser Band prägt sich ein. Wenn man sich von einer warmen, weiblichen Gesangsstimme zärtlich gestreichelt fühlen möchte, Chansons, traurig-schöne Balladen und romantische Pop-Klassiker mit hohem Wiedererkennungswert liebt, dann ist man bei diesem Trio goldrichtig.

Bedauerlich, dass am Montag nur wenige Besucher ins Theaterstübchen kamen. Und das umso mehr, weil sich Sängerin Christiane Winning, Bassist Jürgen Bock und Gitarrist Frank Matthäus für ihr erstes Konzert in Markus Knierims Schmuckkästchen um zwei weitere, großartig aufspielende Musiker verstärkt hatten: den einfühlsam agierenden Peter Zingrebe, der mal auf der Querflöte, mal auf dem Saxofon so manch starkes Solo zauberte, und Schlagzeuger Jörg Müller Fest, dessen sensibles Spiel mit den Jazzbesen den romantisch-melancholischen Klangbildern eine gehaltvolle Form gab.

Die meisten Stücke waren dem Publikum bekannt, weckten Assoziationen: „Time After Time“ von Cyndie Lauper, „I Can See Clearly Now“ von Johnny Nash, „And I Love Her“ von den Beatles, gefolgt vom schwungvoll gereichten „Can’t Buy Me Love“. Vertraut auch „ I Can’t Make You Love Me“, bekannt geworden durch George Michael.

Christiane Winning sang und präsentierte die Stücke mit Charisma und Herzblut und zeigte ebenso viel Gefühl wie musikalische Klasse. Eine Bewertung, die man an die gesamte Formation weitergeben kann. Resümee: Schön war’s. Sanft, flauschig - süße Melancholie. Viel Beifall und als Zugabe den Herzschmerz-Klassiker „Waltzing Matilda“.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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