Sunshineboy: „Ich pflege engen Kontakt zu meinen Fans“

Lebte 18 Jahre in Kassel: Der iranische Musiker Shahin Taghizadeh alias Sunshineboy Shahin.

Kassel. Noch immer hat der iranische Hobby-Musiker Sunshineboy Shahin, bürgerlich Shahin Taghizadeh, Fans in Kassel. In den Achtzigern zog er mit seiner Familie von Teheran nach Kassel.

Sie sind früher als Vor-Act bei Konzerten von Boybands aufgetreten. An was denken Sie gern zurück?

Shahin Taghizadeh: Ich erinnere mich an alles gern in den Neunzigern. Das war eine tolle Zeit mit vielen Boygroups. Ich wollte immer in einer Boyband durchstarten. Das war mein Traum. Um besser singen zu können, nahm ich Unterricht bei einer Gesangslehrerin hier in Kassel. Um mein Hobby zu finanzieren, habe ich immer in meinem Beruf als Altenpfleger gearbeitet.

Wann ging es richtig los? 

Taghizadeh: Das war 1998. Nach neun Gesangsstunden beschloss ich, Musik aufzunehmen. Beim Offenen Kanal Kassel moderierte ich wöchentlich die „Sunshine Show Shahin“.

Wie kommen Sie auf die Ideen Ihrer Songs? 

Taghizadeh: Schwer zu sagen. Wenn ich Ideen habe, schreibe ich sie auf. Ich verarbeite Beziehungen oder versetze mich in andere Personen und schreibe deren Schmerz auf. Ich möchte nichts zurückgewinnen. Was in der Vergangenheit passiert ist, ist für mich Geschichte.

Spielen Sie selbst ein Instrument? 

Taghizadeh: Ich kann Gitarre und Klavier spielen. Die Melodien komponiere ich am Klavier im Tonstudio. Zuerst schreibe ich einen Text. Für die Melodie brauche ich meistens länger. Ich frage mich dann, ob die Melodie zum Text passt.

Wieso covern Sie auch Songs bekannter Künstler? 

Taghizadeh: Weil es meine Fans so wollen. Ich erhalte Nachrichten, in denen sich Menschen wünschen, dass ich Songs neu interpretiere. So war das bei „Love Me Like You Do“ von Ellie Goulding. Ich mache hauptsächlich Pop und Soul-Musik, probiere aber gern Neues aus.

Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zu Fans? 

Taghizadeh: Sehr wichtig. Ich pflege engen Kontakt zu meinen Fans, etwa im Internet. Viele kennen mich in Kassel durch meine Zeit beim Offenen Kanal. Bei „TV Total“ wurde mir 1999 der Zuschauerpreis „Raab der Woche“ verliehen. Das war eine große Ehre.

Warum singen Sie englisch? 

Taghizadeh: Ich spreche zu schnell Deutsch. Wenn ich deutsch singe, versteht das niemand. In Englisch kann ich meinen Gesangsrhythmus besser halten. Und Englisch klingt internationaler.

Taghizadehs erstes Album „Summertime“ (Records Musik) gibt es digital unter www.sunshineboy-shahin.de und im Handel.

Zur Person: 

Shahin Taghizadeh (35), geboren in Teheran. Mit seiner Familie siedelte er 1984 nach Deutschland über. Von 1984 bis 2002 lebte der gelernte Alten- und Krankenpfleger in Kassel. Seither nennt er sich Sunshineboy. Zwischen 2002 und 2013 wohnte Taghizadeh in Offenbach. Er geht gerne in die Sauna. (sed)

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