Der ehemalige Beatle und geniale Songschreiber Paul McCartney wird 70 - und macht immer weiter

Superhits wie am Fließband

Blumen für den Jubilar: Für das Cover seines im Februar erschienenen Albums „Kisses On The Bottom“ ließ sich Paul McCartney so ablichten. Foto: Universal

London. Er war Bassist und Vordenker der Beatles - und emanzipierte sich von der erfolgreichsten Musikformation aller Zeiten. Mädchenschwarm und Partyhengst, Vegetarier und Drogenkonsument, Familienvater und Buchautor, Tierschützer und Ritter Ihrer Majestät: Paul McCartney hat die Klaviatur des Lebens rauf und runter gespielt. Heute wird er 70.

Alles begann am 6. Juli 1957 in Liverpool. Damals traf Paul McCartney einen gewissen John Lennon. Als sich die beiden unterhielten, kamen sie auf die Musik zu sprechen. McCartney stieg bei Lennons Schülerband ein. Beide hatten früh ihre Mutter verloren - das verband.

Lennon und McCartney blieben bis 1970 ein kongeniales Komponisten- und Songwriter-Duo. Mit George Harrison und Ringo Starr produzierten die Beatles Superhits am Fließband und prägten eine Generation.

Nach dem Ende 1970 startete McCartney umgehend seine eigene Karriere - von den Fans vergöttert, von der Kritik verrissen. Für ihn begann eine schwierige Zeit mit vielen Drogen und noch mehr Depressionen - obwohl er in der New Yorker Fotografin Linda Eastman die Liebe seines Lebens gefunden und geheiratet hatte. Mit ihr hat er die Kinder James, Mary und Stella, die es als Modedesignerin selbst zu internationalem Ruhm geschafft hat.

„Ich war oft zu betrunken, um Songs zu schreiben“, gab McCartney jüngst zu. Nach Lindas Krebstod 1998 schien McCartney das private Glück verlassen zu haben. Inzwischen von der Queen zum Ritter geschlagen, heiratete er 2002 Heather Mills - und begann wenige Jahre später einen aufsehenerregenden Rosenkrieg mit ihr. Mills behauptete, McCartney sei nichts als ein „prügelnder Alkoholiker“ und bekam nach der Scheidung umgerechnet 32 Millionen Euro Abfindung.

Mit 665 Millionen Pfund ist McCartney, der nun mit Nancy Shevell verheiratet ist, immer noch einer der reichsten Briten. Und die Kasse klingelt weiter - Paul ist gefragt wie eh und eh. Auch bei der Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele in seiner Wahlheimat London am 27. Juli wird McCartney spielen. „Ich bin so gut wie ehe und je“, sagt Sir Paul. (dpa)

Von Michael Donhauser

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