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Vier Auftritte hintereinander: Swingende Weihnachtsvorboten mit Groove Juice

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Anspruchsvolle Interpretationen: Groove Juice Konzert spielten Weihnachtsjazz im Schlachthof. Von links Urban Beyer, Peter Altwasser, Michael Koch, Jens Großmann, Heiko Eulen und Jürgen Grauer.
Anspruchsvolle Interpretationen: Groove Juice Konzert spielten Weihnachtsjazz im Schlachthof. Von links Urban Beyer, Peter Altwasser, Michael Koch, Jens Großmann, Heiko Eulen und Jürgen Grauer. © Andreas Fischer

Groove Juice feierten vier Weihnachtsjazz-Konzerte im Kulturzentrum Schlachthof. das Publikum zeigte sich wie jedes Jahr begeistert von diesem schon traditionellen Advents-Knüller mit feinster Swing-Musik.

Kassel – Seit Jahren schon läutet die Kasseler Formation Groove Juice das Weihnachtsfest ein. Routine und Schablonen? Nichts von dem. Stattdessen: Jahr für Jahr anspruchsvolle Interpretationen – humorvoll verpackt, swingende Weihnachtslieder, jede Menge Späße von Multiinstrumentalist Urban Beyer und wunderbar aufspielende Musiker.

Gespielt wurde am Samstag und am Sonntag. Schon am ersten Abend war der Schlachthof ausverkauft. Das Konzert war ein großes Vergnügen. Mal flott, mal besinnlich. „Oh du Fröhliche“ würde zu der Performance dieser Swing-Musiker passen – obwohl Peter Altwasser (Posaune) und Jürgen Grauer (Schlagzeug) wegen Corona fehlten. Felix King und Tobias Schulte sprangen ein. Ein Bravo, wie rasch sich die beiden trotz der knappen Probenzeit integrieren konnten.

Das Konzert hatte viel zu bieten. Viele musikalische Kerzen wurden entzündet. Flotte Ohrwürmer und Klassiker wie „Winter Wonderland“, Jingle Bells“, „Dreaming Of A White Christmas“, aber auch tief Besinnliches wie „ Maria durch ein Dornwald ging“ – interessant arrangiert, wunderbar gefühlvoll serviert. Ein weiterer Höhepunkt: die Sängerin Nicole Jukic, die mit Stücken wie „Christmas Time Is Here“ oder „Have Yourself A Merry Little Christmas“ für Gänsehaut sorgte.

Gelungen auch die kleinen Abstecher zu weniger typischen Weihnachtsliedern wie dem Walzer „Christmas Walz“. „Ein Engelsgesang ist hier nötig“, scherzte Beyer. Die Crew gab sich zum Vergnügen der Besucher große Mühe. Der mehrstimmige Gesang kam ansonsten ziemlich gut rüber. Michael Koch, Beyer und Felix King harmonierten. Beyer überzeugte auch als Gesangssolist. Auf ihren Instrumenten zeigten alle Musiker ihre Klasse. Neben Beyer, Koch und King auch der vielseitige Jens Großmann, der souveräne Heiko Eulen und Tobias Schulte, der ebenfalls stark aufspielte. Fazit: Beste Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Großer Schlussapplaus, Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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