Die Formation Jamaram heizte mit Reggae- und Latinrhythmen im Kulturzentrum Schlachthof ein

Bis das T-Shirt am Körper klebt

Gute Laune garantiert: Tom Lugo beim Auftritt von Jamaram im Schlachthof. Foto: Fischer

Kassel. Partyzeit war am Donnerstag mal wieder im ausverkauften Kulturzentrum Schlachthof angesagt. Nachdem Brian Taylor und Andre Hahnefeld als Duo Lanford mit Gesang, Schlagzeug und allerlei elektronischen Sounds den Saal kräftig vorgeheizt hatten (ein Gespann, das man sich merken sollte), spielte die aus München kommende, internationale achtköpfige Formation Jamaram auf.

Vor 16 Jahren wurde sie gegründet und ist seitdem in mehr als 20 Ländern aufgetreten. Fast nebensächlich ist es, bei derlei Stimmungskonzerten auf die spieltechnische Klasse der Band einzugehen. Was für das Publikum an solchen Abenden vornehmlich zählt: Schießt der Rhythmus ins Blut und in die Beine? Hat die Performance Feuer, Witz und Leben und sorgt all das für euphorische Stimmung und ein durchgeschwitztes T-Shirt?

Jamaram konnten durch ihre mitreißende Auslegung von Reggae-, Ska-, Pop-, Latinarrangements und Balkan Beats mit all dem dienen. Das Ganze gewürzt mit fröhlich einpeitschenden Trompeten- (Daniel Schönling) und Saxofonsalven (Hannes Beblo). Sänger (Tom Lugo) wirkte mit seinem teerschwarzen Oberlippen-Zwirbelbart wie eine Parodie.

Zu all dem gab es kleine Verrücktheiten: Man sprang einander auf den Arm und animierte das Publikum, bei den melodisch-fröhlichen Refrains zum Mitsingen. Das Unterhaltungspaket war perfekt.

Auch Samy Danger (Gitarre), Max Alberti (Schlagzeug), Benny Beblo (Bass). Lionel Wharton (Keyboard) und Nik Thäle (Percussion) trugen dazu nicht wenig bei. Auffallend: Selten fuhren die Stücke von Jamaram im Turbo-Modus. Die meisten Titel, darunter viele Reggae-Arrangements, kommen eher im Schunkelschritt rüber, werden allerdings mit Schmackes in die Ohren gewuchtet.

Ein sympathischer Zug ist es, dass die Band nicht nur auf Party ausgerichtet ist, sondern sich auch gern engagiert: „Wir wollen aidskranken Kindern aus Afrika helfen. Bitte spendet“, bat Tom Lugo und hielt eine kleine Spenden-Box in die Höhe. Fazit: ein in jeder Hinsicht ansprechendes Konzert. Riesenapplaus, eine Zugabe.

Von Steve Kuberczyk-Stein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.