Die vielseitige Formation „Luna Rossa“ mit Filmklassikern in der Konzertmuschel im Bergpark

Vom Tango bis zum Kommissar

Stimmig: Rüdiger Passon (Saxofon, Gesang, von links), Harald Erbroth (Bass) und Reinhardt Ochtendung (Akkordeon). Foto:  Fischer

Kassel. Musikalische Grußkarten aus aller Welt, so zum Beispiel vom Balkan, aus Frankreich, Italien, Argentinien und dazu noch aus der Welt des Films, verschickt die Band Luna Rossa gern an ihr Publikum. Im Gegensatz zu den kleinen Aufklapp-Karten, die beim Öffnen mit ihrem Dudelklang das musikalische Ohr alles andere als verwöhnen, ist der Sound, den Harald Erbroth (Bass), Rüdiger Passon (Saxofon, Gesang), Reinhardt Ochtendung (Akkordeon) und Hans Schmöle (Gitarre) kreieren, ein echter Ohrenschmeichler.

Vom Bossa nova zum Tango und von dort aus zur Filmmusik ist es für Luna Rossa nur ein kleiner Schritt. Geschmeidig, entspannend, nostalgisch. Und das Ganze umgarnt - wie ein Seidenschleifchen ein edles Geschenk - die charmante Moderation von Rüdiger Passon. Etwa 130 Besucher machten es sich am Sonntagmittag vor der Konzertmuschel im Bergpark in Wilhelmshöhe bequem. Eine beachtliche Zahl, wenn man das schlechte Wetter bedenkt.

Besonders ansprechend waren Melodien und Lieder, die genauso populär wurden wie der Film, mit dem sie untrennbar verbunden sind. So zum Beispiel „Arrivederci Roma“ (Originaltitel: Seven Hills of Roma), mit dem der Startenor Mario Lanza das Publikum einst zum Schmachten brachte, die Titelmusik der legendären Krimiserie „Kommissar Maigret“ oder „A day in a life of a fool“, ein Stück, dem Frank Sinatra seine besondere Note verlieh.

Gut zu dieser Stimmung passten auch Liebeslieder wie Robert Wolfs „Per il Mio Amore“ oder Joe Dassins „Septemberwind“. Die Musik hatte ein angenehmes Aroma, die Chanson-raue Stimme von Rüdiger Passon machte sich gut dabei, auch seine Moderation: „Bitte schließen Sie jetzt die Augen. Vielleicht sehen Sie dann gleich Joe Dassin in seinem weißen Anzug vor sich. Mir ist das neulich passiert.“

Auch ein „Geburtstagskind“ sollte geehrt werden. Doch trotz Suchen und Rufen („Christine, bist du da?“), Sidney Bichets „Petite Fleur“ erreichte nicht die Adressatin. Dafür aber das Publikum umso stärker.

Nächster Auftritt in der Reihe „Bergpark-Konzerte“: das Helmut-Schäfer-Quintett spielt am Sonntag, 12 Uhr, in der Konzertmuschel nahe dem Schloss Wilhelmshöhe.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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