Tanz ist nicht das Ende: Benefiz-Gala im Opernhaus mit zehn Ensembles

Tanzgala im Opernhaus: Szene aus der Produktion „DOG - science! fiction! now!“ des Kasseler Ensembles. Foto: Fischer

Kassel. Sie tanzen, sie springen, sie schweben über die Bühne und leben ihre Kunst mit Hingabe: professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Doch wie lange macht der Körper mit?

Zehn Ensembles aus ganz Deutschland zeigten am Donnerstag im gut besuchten Opernhaus in einer Benefiz-Tanzgala zugunsten der Stiftung Transition Ausschnitte aus ihren Produktionen. Sie kamen aus Essen, Chemnitz, Ulm, Frankfurt, Gießen, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Mannheim. Mit dabei auch: das Tanztheater des Staatstheaters Kassel.

Es gab viel zu sehen, zu bewundern: Die Grazie, Kraft und Hingabe der Tänzer, viele fantasievolle Choreografien. Die Themen erzählten von Selbstfindung und Berührungsängsten, reichten von Pythagoras (Tanzcompagnie Gießen), bis zu „Geschichten aus dem Hut“ (Ballett Chemnitz zur Musik von Udo Lindenberg). Ausschnitte aus ihrer „Aschenputtel“-Produktion präsentierte das Staatsballett Wiesbaden-Darmstadt.

Doch bei dieser Gala ging es nicht nur um den Zauber des Tanzes, sondern auch um die Zukunft von Tänzern nach ihrer Karriere. „Professionelle Tänzer haben viel gelernt, was sie wertvoll für den Arbeitsmarkt macht“, sagte Sabrina Sadowska von der Stiftung Tanz-Transition, die Tänzern bei der Neuorientierung nach ihrer Karriere hilft, auf die Fragen von Moderator Thorsten Teubl. „Zu Beginn lassen wir die Tänzer erzählen“, berichtet Sabrina Sadowska: „Wer bin ich? Was kann ich? Was habe ich als Tänzer gelernt, ohne dass es mir bewusst ist?“ Zum Schluss will Teubl wissen: „Wo findet man die Tänzer in ihrem neuen Leben?“

Seine Gesprächspartnerin serviert einen ganzen Katalog an Möglichkeiten: „Bühnenbildner, Beleuchter, Therapeut, körperbetonte Berufe, Tanzlehrer in einer Schule und vieles mehr.“ Mit Ausschnitten aus „Aurora“, der neuesten Kasseler Produktion von Johannes Wieland, schließt die Gala. Das Publikum applaudiert lautstark und im Stehen - den Tänzern, Choreografen und auch der Stiftung Tanz-Transition.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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