Die Ballettschule Dushevin feiert im Opernhaus ihr zehnjähriges Bestehen

Ein Tanzleben lang nie verletzt

Unterrichten 140 Schüler in ihren Räumen in der Wilhelmshöher Allee: Jana (39) und Valery Dushevin (43). Foto:  Koch

Kassel. Eigentlich müsste Valery Dushevin längst an Krücken gehen. Vor 37 Jahren begann der Kasseler in seiner russischen Heimat mit dem Tanzen, als Zehnjähriger trainierte er täglich zehn Stunden, und später war er Solotänzer in St. Petersburg und Warschau. Als 43-Jähriger steht er morgen auf der Bühne des Kasseler Opernhauses, wo seine Ballettschule mit einer Gala das zehnjährige Bestehen feiert.

Manchmal tut Dushevin der Körper nach all der Schinderei doch weh, dann stellt er sich an die Ballettstange und führt sein Spielbein in geraden Bewegungen über den Boden. „Battement tendu“ („gestrecktes Schlagen“) heißt die Übung, auf die Dushevin schwört: „Das ist wie eine Heilmethode. Deswegen war ich noch nie verletzt.“

Die 140 Schüler, die Dushevin mit seiner Frau Jana nach dem Leitplan der renommierten Vaganova Ballet Academy in St. Petersburg ausbildet, können noch mehr von ihm lernen. Am Samstag stehen die Tänzer im Alter zwischen 5 und 57 Jahren zweieinhalb Stunden auf der Bühne. Die 900 Zuschauer bekommen Klassiker aus „Schwanensee“ und „Eugen Onegin“ zu sehen, Szenen aus dem Musical „A Chorus Line“ sowie Choreografien aus dem US-Tanzfilm „Center Stage“, für die das Ehepaar mit der Gruppe „So What“ des jungen Kasseler Choreografen Anthony Franz zusammenarbeitete.

Mit Elementen aus HipHop und Jazztanz haben die Dushevins, die im Februar 2001 mit 20 Schülern anfingen, ihr Repertoire immer wieder erweitert. „Die Grundlage für alles bleibt jedoch das Ballett“, sagt Dushevin. Nicht nur wegen des „Battement tendu“. (mal)

Ballett-Gala, Samstag, 19.30 Uhr, Schauspielhaus Kassel. Restkarten, 0561/1094-222. Ballettschule, 0561/7663766.

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