TV-Kritik

"Tatort" aus Dortmund: "Monster" - ein erschütternder Krimi über Kindesmisshandlung

Bönisch (Anna Schudt) und Faber (Jörg Hartmann) ermitteln.
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Bönisch (Anna Schudt) und Faber (Jörg Hartmann) ermitteln.

Der Dortmunder "Tatort: Monster" erschütterte: Es waren Szenen, bei denen einem als Zuschauer übel wurde, findet unsere Kritikerin.

Ein circa achtjähriger Junge lag nackt und zitternd auf einer Matratze, auf der er gerade von einem pädophilen Menschenhändler sexuell missbraucht wurde. Gefühlt endlos lange dauerte die unglaublich erschütternde Aufnahme, die sich wider Willen ins Gedächtnis einbrannte. 

"Tatort" aus Dortmund sparte nicht mit Details

Der Dortmunder „Tatort: Monster“ sparte nicht mit Details, die den Wahnsinn des Pädophilenrings zeigen. Den Handlungssträngen des Krimis ließ sich gut folgen. 

Die Polizisten gingen bei ihrer Ermittlung glaubwürdig, zügig und logisch vor, abgesehen von Kriminalhauptkommissar Fabers (Jörg Hartmann) typischen Alleingängen, die den Dortmunder „Tatort“ unter anderem prägen. Besonders positiv fiel die Schauspielleistung der beiden Ermittlerinnen auf: Anna Schudt (als Martina Bönisch) und Aylin Tezel (als Nora Dalay) waren in Bestform.

"Tatort:Mosnter" - harter Stoff, der sprachlos macht

Fabers gewohnter Zynismus dagegen, der in anderen Dortmunder „Tatorten“ sicherlich gut passt, wirkte diesmal angesichts des Themas unangebracht. Auch sein unsensibler Umgang mit der Tatverdächtigen, einem Missbrauchsopfer, erschien unpassend und zu rau. Ziemlich schlecht spielte Florian Bartholomäi Fabers Erzfeind Markus Graf. Sein Agieren wirkte hölzern und unrealistisch.

Der Krimi war harter Stoff. „Monster“ ließ einen sprachlos und wütend zurück – ein „Tatort“, der nachwirkt.

TV-Kritik zum NDR-Tatort: Ein Kind als Auftragsmörder.

Dieser "Tatort" aus dem Schwarzwald wird für Gesprächsstoff sorgen: In „Ich hab im Traum geweinet“ (ARD, 23.02.2020) wird Sex gezeigt, wie man ihn zur besten Sendezeit selten sieht. Muss das sein?

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