ARD, 20.15 Uhr

"Tatort" aus Dortmund: "Monster" zeigt den Albtraum organisierten Kindesmissbrauchs

Der Macht der Kinderhändler ausgeliefert: Pascal (Quentin Lopes) wird im neuen Dortmunder „Tatort: Monster“ an einen Pädophilen weitergereicht.
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Der Macht der Kinderhändler ausgeliefert: Pascal (Quentin Lopes) wird im neuen Dortmunder „Tatort: Monster“ an einen Pädophilen weitergereicht.

Ein ermordeter Pädophiler, ein rachsüchtiges Missbrauchsopfer und die Abgründe des Kinderhandels – der neue Dortmunder „Tatort: Monster“ (2020) ist starker Tobak.

Regisseur Torsten C. Fischer mutet in der Tatort-Folge "Monster" den Zuschauern einiges zu. Herausgekommen ist ein sehenswerter und spannender Krimi.

"Tatort: Monster" aus Dortmund: Worum dreht sich der Fall?

Die Tatort-Ermittler Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Böhnisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon) werden zu einem Einsatz gerufen: Ein Spielwarenhändler wird ermordet in seinem Haus in einem beschaulichen Dortmunder Vorort gefunden. 

Währenddessen bekommt Pawlak einen verstörenden Anruf von seiner sechsjährigen Tochter Mia, die ihm erzählt, dass ein böser Mann zu ihnen nach Hause gekommen sei. In höchster Alarmbereitschaft fahren Pawlak und Dalay zu seiner Wohnung, um festzustellen, dass Mia entführt wurde. Kurz darauf taucht ein Live-Video von Pawlaks Tochter im Internet auf – das Mädchen wird auf einer Online-Plattform für Pädophile zur Versteigerung angeboten. 

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Das Ermittler-Team sucht mit Hochdruck nach dem Mädchen und stößt dabei auf die Abgründe des organisierten Kinderhandels. Dabei kommt unter anderem heraus, dass der Ermordete nicht nur mit Spielwaren gehandelt hat.

"Tatort: Monster" aus Dortmund: Wie schlagen sich die Ermittler?

Das Tatort-Team um Kriminalhauptkommissar Faber schlägt sich ziemlich gut. Die Ermittler gehen mit gewohnter Hartnäckigkeit an die Arbeit. Wie üblich im Dortmunder „Tatort“ versetzen sich Faber und Böhnisch auf besondere Art in die Psyche der Mörderin hinein, indem beide ihre Gedanken laut aussprechen. 

Kriminaloberkommissarin Dalay, die oft etwas ruppig erscheint, tritt in dieser Episode ungewohnt sanft auf. Das Thema Kindesmissbrauch scheint ihr sehr nahezugehen.

"Tatort: Monster" aus Dortmund: Wie gut lässt sich die Handlung verfolgen?

Der Tatort aus Dortmund folgt einigen Handlungssträngen. Allerdings sind diese so klar strukturiert, dass es einfach ist, die Übersicht zu behalten. Klarheit herrscht auch für Krimi-Fans, die nicht jede Episode des Dortmunder Teams gesehen haben. 

Fabers Vergangenheit und der Tod seiner Familie spielen auch diesmal eine Rolle. Der Regisseur stellt eine Verbindung zu einem alten Fall Fabers her: In „Monster“ trifft der Ermittler auf seinen Erzfeind Markus Graf (Florian Bartholomäi), den Sohn eines Pädophilen, den Faber hinter Gitter gebracht hat. Graf soll Fabers Frau und Tochter damals aus Rache getötet haben.

"Tatort: Monster" aus Dortmund: Warum lohnt sich das Einschalten?

Der actiongeladene Film ist nichts für schwache Nerven. Er zeigt erschreckend realistisch die Brutalität und Skrupellosigkeit, mit der Pädophile vorgehen. Von der ersten bis zur letzten Minute herrscht Hochspannung.

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