ARD, 20.15 Uhr

"Tatort" aus München: "Unklare Lage" zeigt eine Stadt kurz vor der Massenpanik

Erschöpft: Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec, links) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) am abgesperrten Marienplatz. 
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Erschöpft: Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec, links) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) am abgesperrten Marienplatz. 

Es wird spannend beim "Tatort" aus München: Die Folge "Unklare Lage" zeigt eine Stadt kurz vor der Massenpanik - wir verraten, ob sich das Einschalten lohnt.

  • "Tatort: Unklare Lage" am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD.
  • Münchner Ermittler-Duo Ivo Batic und Franz Leitmayr jagen einen Attentäter.
  • Wir verraten, ob sich das Einschalten lohnt.

Wie damals beim Olympia-Einkaufszentrum: Nicht nur die fiktionalen Münchner Einwohner im Film, auch die Zuschauer fühlen sich im „Tatort: Unklare Lage“ an das Attentat im OEZ von 2016 erinnert – und an die Panik, die darauf folgte. 

Befeuert durch aufgeregte, überschnappende Reaktionen in den sozialen Medien. Die wichtigsten Antworten zum Fall.

Worum geht es im aktuellen BR-Krimi?

In einem Linienbus wird bei einer Fahrkartenkontrolle ein Mensch erschossen. Die Polizei kann den Schützen überwältigen, aber er hatte ein Funkgerät dabei – das deutet darauf hin, dass es einen zweiten Täter gibt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der Polizeiapparat versucht zudem, die Öffentlichkeit so weit wie möglich aus der Bedrohungslage herauszuhalten – auch medial.

Wie wird ermittelt?

Die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) befragen zunächst die Zeugen aus dem Bus – und müssen ernüchtert feststellen, dass jeder der Anwesenden, obwohl auf engstem Raum dabei, etwas anderes gehört und gesehen zu haben glaubt.

Später wird auch im Umfeld des Toten ermittelt, vor allem in der Schule, wo hunderte Jugendliche im befürchteten Terrorszenario auf dem Boden kauern und sich hinter Schulpulten verschanzen, als das SEK schwer bewaffnet das Gebäude stürmt.

Was ist das Anliegen der Filmemacher?

Drehbuchautor Holger Joos und Regisseurin Pia Strietmann loten aus, wie sich heutzutage Panik und Furcht verbreiten – irgendwelche Passanten oder Nachbarn verschicken Filmchen über soziale Medien, die einen Polizeieinsatz zeigen, Schüler schreiben massenhaft Nachrichten – doch auf welcher sachlichen Grundlage? 

Die Regisseurin sagt: „Eine Stadt fürchtet sich davor, dass es einen weiteren flüchtigen Amoktäter gibt. Panik, Spekulationen und Angst verselbständigen sich. Die Herausforderung bestand für mich darin, das schwelende, sich steigernde Gefühl von einer bedrohlichen unklaren Lage spürbar zu machen.“

Lohnt sich das Einschalten?

Absolut. Der Krimiabend bietet Hochspannung. Fast immer sind die Zuschauer auf demselben Kenntnisstand wie die Polizei, erleben mit, wie der Ermittlungsapparat arbeitet – von den Leuten vor Ort über die Rechercheure im Hintergrund bis zur Kommandozentrale, in der die großen – schwierigen – Entscheidungen getroffen werden müssen.

Video: "Tatort"-Star Christoph Quest stirbt mit 79 Jahren

Eine traurige Nachricht ereilte die Tatort-Fans in der vergangenen Woche: Am 18. Januar ist TV-Schauspieler Christoph Quest im Alter von 79 Jahren gestorben. Erst zwei Wochen zuvor erlag seine Frau Doris dem Krebs. Sie wurde 69.

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