Sonntag, 19. Mai, 20.15 Uhr, ARD

"Anne und die toten Alten" - So ist der Tatort aus Stuttgart

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Hilfsbereite Fachkraft oder rücksichtslose Mörderin? Anne Werner (Katharina-Marie Schubert), hier mit Patient Christian Hinderer (Christoph Bantzer).

Lohnt es sich, den Tatort aus Stuttgart mit dem Titel "Anne und der Tod", anzuschauen? Hier Fragen und Antworten zu dem ARD-Krimi, der am Sonntag, 19. Mai, läuft.

„Ich helfe gerne, wenn ich kann“, lächelt Anne, täuscht noch schnell am Telefon bei ihrer Freundin „’ne Art Brechdurchfall“ vor, erklärt dem Sohn, wo sein Essen steht – und wendet sich freundlich den Fragen der Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) zu.

Doch das Verhör wird intensiv werden, lange dauern – und den Stuttgarter „Tatort: Anne und der Tod“ am Sonntag, 20.15 Uhr, im Ersten dominieren. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was hat es mit dieser Anne auf sich?

Innerhalb von 14 Tagen sterben zwei von ihren Patienten – einer an plötzlichem Herztod, der andere ist die Treppe hinuntergestürzt. Die Polizei ermittelt zuerst eher routinemäßig. Bei der Befragung stoßen die Ermittler aber plötzlich auf Widersprüche. Anne, die Angestellte des mobilen Pflegedienstes Elvira, ist beliebt, patent, gilt als kompetent und herzlich – aber sie lebt auch auf zu großem Fuß. Hat sie von den alten Männern Geld gestohlen? Genommen? Und wofür?

Ist das denn spannender Krimistoff?

Und ob. Zum einen macht Schauspielerin Katharina-Marie Schubert ihre Sache als Verdächtige ganz ausgezeichnet, zum anderen handelt es sich um einen Fall dicht am Alltag, nah am Leben. Thematisiert wird, wie sich Altenpfleger für geringes Einkommen, aber gehetzt mit der Stoppuhr, aufopfern, wie trostlos einsam mancher Pflegebedürftige sein Leben fristet. Und dass es unter ihnen unsympathische Gestalten gibt: Die Familie des einen Verstorbenen feiert munter Hochzeit, statt zu trauern – weil ein Tyrann tot ist.

Und wie schlagen sich die Ermittler?

Sie konzentrieren sich hartnäckig auf den Fall, viel Raum für Drumherum bleibt da nicht. Etwas Besonderes ist, wie Wolfgang Stauch (Buch) und Jens Wischnewski (Regie) immerzu oft blitzartige Rückblenden einflechten, die nicht nur Annes Aussagen illustrieren, sondern Ungereimtheiten offenlegen und Alternativen aufzeigen. Die Wahrheitsfindung ist unerhört gründlich und komplex.

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