Biertrinkende Polizisten und ein Alpenidyll 

Kritik zum Wiener "Tatort: Baum fällt" - auf in den Bergurlaub

Harald Krassnitzer (links) überzeugt als Ermittler-Griesgram Moritz Eisner.
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Harald Krassnitzer (links) überzeugt als Ermittler-Griesgram Moritz Eisner.

Der Tatort aus "Wien" mit den Ermittlern Moritz Eisner und Bibi Fellner zählt zu den beliebtesten aus der Krimi-Reihe. Das sagt unser Kritiker zur Folge "Baum fällt". 

Wunderschöne Natur, idyllisches Dorf, biertrinkende Polizisten, ein Gulasch kochender Wirt, Tratsch und Affären: Genau so stellt man sich die Provinz im TV doch vor. 

Der Rahmen des neuen Wien-„Tatorts“ wirkte beliebig und wie am Reißbrett entworfen – leicht abgeändert würde die Handlung wohl auch in einem westfälischen Dorf nahe Castrop-Rauxel funktionieren.

"Baum fällt" überzeugte gerade mit der schlichten Handlung

Aber störte das? Nein, denn die Folge „Baum fällt“ überzeugte. Das liegt an gut aufgelegten Ermittlern und eben gerade an der schlichten Handlung. Auf der einen Seite der Griesgram Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und auf der anderen die besonnene Bibi Fellner (Adele Neuhauser). Ergänzt von Dorfpolizist Alois Fening, der aus Liebe die Karriere hinter sich lässt und von Karl Fischer überzeugend gemimt wird. 

Klar, es wurde auf das klassische Krimi-Stilmittel„Guter Bulle, böser Bulle“ gesetzt, aber das war nicht schlimm. Denn „Baum fällt“ gelang, was manchem Tatort abgeht: den Zuschauer nicht mit zu vielen parallelen Handlungssträngen ersticken.

Tatort aus Wien - ein Stück bewährtes Krimi-Handwerk

Agnes Pluch (Buch) und Nikolaus Leytner (Regie) haben auf bewährtes Krimi-Handwerk gesetzt und einen spannenden „Tatort“ geschaffen. Und wenn neben der guten Unterhaltung durch die Alpendorf-Idylle auch ein wohliges Gefühl nachwirkt, dann können beide nicht so viel falsch gemacht haben. Auf in den nächsten Bergurlaub!

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