TV-Kritik

Der "Tatort" aus Bremen: Packende Bilder

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Kurze Schnitte, schnell wechselnde Kameraperspektiven und jede Menge Blut - mit allerlei Effekten hat Regisseur Florian Baxmeyer mit dem "Tatort: Er wird töten" einen mitreißenden und spannenden Krimi geschaffen, der zu keiner Sekunde langweilig wirkte.

Statt auf lange Dialoge zwischen den Darstellern hat der Film auf packende Bilder gesetzt. Bereits zu Beginn, als Polizist Leo (Antoine Monot jr.) auf der Herrentoilette im Kommissariat niedergestochen wird und mehr Blut verspritzt wird als in jedem Tarantino-Film, wurden die Zuschauer auf den weiteren Verlauf der Handlung eingestellt. Gänsehaut kam auf, als die Ärztin Marie Schemer (Annika Kuhl) demonstrierte, wie ihr Mann das gemeinsame Kind umgebracht haben soll.

Etwas zu kurz im Buch von Christian Jeltsch kam allerdings die menschliche Seite von Kommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel). Nachdem sie vom Tod ihres Kollegen und Geliebten Leo erfahren hat, reagierte die Ermittlerin unnatürlich gefasst, als sie Joost Brauer (Werner Wölbern) zu überzeugen versuchte, den Fall übernehmen zu dürfen. 

Eine unglaubwürdige Art der Trauerbewältigung, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat. Im Laufe der Ermittlung war allerdings zu erkennen, dass die Kommissarin keine unterkühlte Ermittlerin ist.

Von Daniel Göbel (E-Mail: dag@hna.de)

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