Ermittler-Duo Blum/Perlmann

Die Leiche zum Schluss - Eine "Tatort"-Kritik

Kassel. "Endlich mal wieder ein klassischer Tatort: Die Konstanzer Ermittler Klara Blum und Kai Perlmann tappten in einem kleinen Dorf am Bodensee im Dunkeln, denn verdächtig waren gleich mehrere Personen." Eine Kritik von HNA-Mitarbeiterin Franziska Kiele.

"Dröhnende Schlagermusik schallte aus dem Sportlerheim. Mona tanzte ausgelassen zu „Wahnsinn“ von Wolfgang Petry. Am nächsten Morgen wurde ihr Auto am Rand des Bodensees gefunden. Doch Mona ist nicht zu finden. Als Zuschauer vermutete man die Leiche zunächst im Bodensee, aber dort wurde nur ihre Jacke gefunden.

Kommissarin Klara Blum (Eva Mattes) war verwirrt und verdächtigte Monas Ehemann Christian (Sylvester Groth) und Liebhaber Fritz (Ronald Zehrfeld). Im „SWR-Tatort: Die schöne Mona“ aus Konstanz ging es nicht nur um die junge Frau, es ging vor allem um Geld, Abhängigkeit und das Gefühl, dazugehören zu wollen. Regisseur Ed Herzog und Drehbuchautor Wolfgang Stauch zeigten einen klassischen Tatort, jedoch ohne Leiche. Die ganze Zeit stellte sich die Frage, was mit Mona passiert ist.

Und das hielt einen auch vor dem Bildschirm. Leicht unheimlich erschien Anne Weinknecht, die Fritz’ Ehefrau Birgit wunderbar verloren spielte. Gekonnt brachte Stauch zum Ende Licht ins Dunkel der Geschichte, als er die wahre Seite von Birgit zeigte. Hoffen darf man in diesem Tatort bis zum Schluss. Doch genau dann gibt es eine Leiche. Und das ist so unerwartet, dass man noch lange über diesen Tatort nachdenken muss. kie@hna.de

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