Tatort-Kritik: Betroffen, nicht mehr

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Max von Thun als Hubert Kogl (v.l.), Harald Krassnitzer als Chefinspektor Moritz Eisner und Martin Zauner als Jakob Wiesner in dem ARD-Tatort "Lohn der Arbeit" von Erich Hoertnagl.

Der Kampf geht nicht gut aus für diejenigen, die im ORF-„Tatort“ „Lohn der Arbeit“ versuchen, sich gegen die Mächtigen aufzubäumen. Auch wenn am Anfang einer von ihnen – der skrupellose Bauunternehmer Kogl (Michael König) – als Mahnmal an einem Kran baumelt.

Am Ende verlassen alle Gescholtenen den Platz als Verlierer. Das macht betroffen – mehr aber auch nicht. Was berührt, ist vor allem das Schicksal der mazedonischen Schwarzarbeiter – nicht zuletzt, weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Als Schwächste im Glied bekommen sie die Unmenschlichkeit der Bauunternehmer am härtesten zu spüren: Sie sind arm, ausgenutzt, unbezahlt und damit natürlich auch noch verdächtig.

Was dem österreichischen „Tatort“ von Felix Mitterer (Buch) und Erich Hörtnagl (Regie) jedoch fehlt, ist das, was ihn zu einem Krimi gemacht hätte: Spannung. Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und sein Tiroler Kollege Franz Pfurtscheller (Alexander Mitterer) kreisen im Bestreben, den Mord an Kogl aufzuklären, um einen engen Kreis offensichtlicher Verdächtiger und entlarven schließlich – oh Wunder – einen von ihnen als Täter.

Von Alexandra Müller

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