Diana Surina über den Münster-"Tatort"

Tatort-Kritik: "Klamauk in Maßen"

Kassel. Es war eine neue Folge eines der beliebtesten Tatort-Teams: "Die chinesische Prinzessin" beschäftigte Sonntagabend Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Boerne in Münster - diesmal mit weniger Klamauk als gewohnt. Hier die Kritik:

"Zuletzt war es den Fans trotz Megaerfolg mit 12,11 Millionen Zuschauern in "Das Wunder von Wolbeck" zu viel des verbalen Pingpongs zwischen dem Münsteraner Rechtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Thiel (Axel Prahl).

Als Reaktion darauf hat Regisseur Lars Jessen die gestrige Folge "Die chinesische Prinzessin" grundgereinigt - leider etwas zu gründlich. Weil Boerne gleich zu Beginn des Mordes an der chinesischen Künstlerin und Dissidentin Songma (Huichi Chiu) verdächtigt wurde und in Untersuchungshaft kam, wurde er beim großen Reinemachen fast durch die ganze Folge vom Bildschirm gefegt. Und wie bei allen zu sauberen Räumen fehlte auch im Münster-Tatort plötzlich die Behaglichkeit mangels erwartetem Schlagabtausch.

Schade, denn der doppelte Filmriss der Ermittler am Anfang hätte das Potenzial zur skurril schwarzen Komödie gehabt. Das etwas zu kompliziert angelegte Drehbuch von Orkun Ertenern um die chinesische Mafia machte es nicht leichter. Man könnte die Folge auch als Reaktion auf den Dialog mit den Fans werten, die mehr kriminalistische Inhalte forderten. Bleibt abzuwarten, ob sich die richtige Mitte findet."

sur@hna.de

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