Tatort-Kritik: Felsen im Bodensee

Seit zehn Jahren ermittelt Klara Blum nunmehr in Konstanz. HNA-Kulturredakteur Mark-Christian von Busse hat sich den 23. Tatort mit Hauptdarstellerin Eva Mattes angesehen. Seine Kritik:

Im Durcheinander all der frischen "Tatort"-Teams ist das Konstanzer Duo Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) eine Art Felsen in der Brandung, oder besser: im Bodensee. Dort buchtet die spröde, eigenwillige Hauptkommissarin seit zehn Jahren Mörder ein. Ihr Kollege, längst befördert, siezt sie immer noch, obwohl auch schon acht Jahre dabei.

Der gestrige Fall, "Nachtkrapp" von Melody Kreiss (Buch) und Patrick Winzcewski (Regie), war Blums 23., und wie meist war er solide und sehenswert.

Natürlich spielte der See eine bedeutsame Nebenrolle. Vor allem aber beeindruckte der Junge Moritz (Elia Sager), dessen Freund vom "Nachtkrapp", Kinderschreck, aus einem Schullandheim geholt und getötet worden war. Auch die Verzweiflung des Täters, der sich grausam selbst richtete, wird man nicht vergessen.

Dass ein Verdächtiger eine Kommissarin entführt, dass genau der es aber nicht gewesen ist: "Tatort"-typisch. Ohne Neuerung ging's jedoch wieder nicht ab: Mit dem geheimnisumwitterten Matteo Lüthi (Roland Koch) von der Thurgauer Kantonspolizei gab's ein nächstes neues Gesicht samt der üblichen Kompetenzstreitigkeiten. Trotzdem strahlen Blum/Perlmann etwas angenehm Verlässliches aus.

E-Mail an den Autor: vbs@hna.de

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