Tatort-Kritik: Die Schöne und das Biest aus Frankfurt

Unangenehmer, als es Kommissar Frank Steier tat, kann man einen Kollegen nicht begrüßen. „Wer sind Sie denn?“, pflaumte der neue Frankfurter „Tatort“-Ermittler die freundliche Conny Mey an. „Die Schöne und das Biest“ wäre auch ein passender Titel gewesen für den ersten Fall des hr-Duos.

Die Premiere hieß dann aber „Eine bessere Welt“, was auch sehr treffend war. Die „Tatort“-Welt, daran besteht seit den ersten 90 Minuten kein Zweifel mehr, kann mit Joachim Król und Nina Kunzendorf nur noch besser werden. Das von Regisseur und Autor Lars Kraume erdachte Paar ist so witzig wie die Kollegen aus Münster, besitzt so viel grüblerisches Potenzial wie ihre ohnehin schon tollen Vorgänger Sawatzki und Schüttauf alias Sänger und Dellwo und strahlt auch noch einen Charme aus, wie man ihn sonst nur aus München kennt.

Die Geschichte über einen wütenden Psycho-Vater mit einem Justus von Dohnányi war nicht nur ungewöhnlich und spannend, sie hatte dank dunkler Bilder auch viel Atmosphäre, die zu dem Polizeipräsidium mit seinen Backsteinfluren passte. „Ich hoffe, dass wir bald wieder zusammenarbeiten können“, sagte Mey am Ende. Das hoffen wir auch. (Matthias Lohr) mal@hna.de

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