Matthias Lohr über den letzten Frankfurter „Tatort“ mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf

Tatort-Kritik: Große Wehmut

HNA-Redakteur Matthias Lohr über den letzten Frankfurter „Tatort“ mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf: Auch nach acht Jahren ist es für manchen immer noch schwierig, mit Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) warm zu werden.

In der letzten Folge mit der Frankfurter „Tatort“-Kommissarin und ihrem Kollegen Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) schlug sie den Handschlag der neuen Polizeianwärterin aus. Sänger ist bis zum Schluss eine introvertierte Zicke geblieben, aber ihre Macken und Probleme hat man längst lieb gewonnen.

So war man traurig, dass mit „Am Ende des Tages“ eines der besten „Tatort“-Duos an sein Ende gekommen ist. Sänger und Dellwo haben dem Sonntagabend-Krimi großartige Momente beschert. Auch an den 18. Fall wird man sich lang erinnern.

Nicht wegen des Plots, auch nicht wegen der langsamen Erzählweise von Regisseur und Autor Titus Selge, sondern vor allem wegen eines grandiosen Peter Lerchbaumer als Rudi Fromm: Der pensionierte Chef der Mordkommission verlor seine Geliebte, seine Tochter und dann die Lust am Leben. Die Kamera von Frank Blau zeigte Frankfurt in wehmütigen November-Bildern. Da passte es, dass sich Sänger und Dellwo so nah kamen wie noch nie. Sogar an einen gemeinsamen Sommerurlaub dachten sie.

Für uns Zuschauer kommt nun der Herbst, und falls wir mit ihren Nachfolgern Joachim Król und Nina Kunzendorf nicht gleich warm werden, sollten wir uns an Dellwo erinnern, der über seinen Job sagte: „Hände hoch, Waffe weg - ist doch immer dasselbe."

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