Belinda Helm über den Tatort aus Leipzig

Tatort-Kritik: Ein Hauch von Anatomie

Klassische Inszenierung mit einem soliden Anteil an Spannung und einem Hauch des Kino-Hits „Anatomie“: Der Mordfall im Leipziger Tatort „Heimwärts“ (Drehbuch: Heike Rübbert) war eigentlich nur Beiwerk.

Im Mittelpunkt der Geschichte standen soziale Themen wie Altenpflege und häusliche Gewalt. Dramen, die sich vermutlich innerhalb vieler Familien abspielen, die mit der Pflege von Familienangehörigen überfordert sind.

Die Hauptdarsteller Simone Thomalla (Eva Saalfeld), Kollege Martin Wuttke (Andreas Keppler) sowie Joachim Tomachsewsky als demenzkranker Karl Holst überzeugten mit glaubwürdigen Spiel, machten den eigentlich eher durchschnittlichen Tatort von Regisseur Johannes Griesner doch zu einem spannenden Fernsehabend.

Denn spätestens als Kommissarin Saalfeld unfreiwillig eine Nacht allein im Leichenkühlhaus der Rechtsmedizin verbringen musste, stellten sich dem Zuschauer zumindest ein paar Nackenhaare auf. Einzig die Frotzeleien der Ex-Eheleute Saalfeld und Wuttke kamen diesmal zu kurz.

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