Odenthal/Kopper

"Vergangenes wirkte nach" - Eine Tatort-Kritik

Kassel. "Ein spannendes Psychodrama": HNA-Redakteurin Bettina Fraschke über den Tatort aus Ludwigshafen:

"Der schnell Inhaftierte war tatsächlich der Täter, auch wenn es darüber zwischenzeitlich Unsicherheiten bei den Kommissaren gab. Aber er hat ein Opfer getötet, das er gar nicht töten wollte. Die Frau, die er liebt, und nicht die Frau, die ihn seit Jahrzehnten dominiert.

Was für eine furchtbare Situation. Die Verzweiflung des Mörders war intensiv spürbar im „Tatort: Kaltblütig“. Überhaupt war der Fall für Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) ein spannendes Psychodrama, das lang die wahren Zusammenhänge im Unklaren hielt.

Drehbuchautor Christoph Darnstädt und Regisseur Andreas Senn webten ein enges Geflecht aus geschäftlichen, persönlichen und beziehungsmäßigen Problemen, die alle ihre Bedeutung in dem Kriminalfall hatten. Immer deutlicher wurde dabei herausgeschält, welche Macht die schlimme Vergangenheit Frank Brenners (Götz Schubert) und seiner Schwester Anne (Sandra Borgmann) bis heute über die einst gequälten Kinder hat.

Das erhöhte noch die Beklemmung. Warum dieser Fall nun allerdings „Kaltblütig“ hieß, erschloss sich nicht."

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