Tatort -Kritik: Klare Verhältnisse

Ein leicht überspitzter, aber fesselnder Tatort aus Köln: In „Unter Druck“ herrschten klare Verhältnisse. Auf der einen Seite die misstrauischen Arbeiter, die in der Druckerei eines alteingesessenen Verlages um die Existenz fürchten.

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Auf der anderen Seite die harten Unternehmensberater, die den Verlag auf Bestreben des dynamischen Geschäftsführers Lars Fraude (Johann von Bülow) fit für die Fusion mit einem ausländischen Unternehmen machen sollen. Und die sich - angeführt von ihrer biestigen Teamleiterin (Claudia Michelsen) - selbst von dem Mord an einem Kollegen nicht aus der Effizienzspirale bringen lassen.

Dagmar Gabler (Buch) und Herwig Fischer (Regie) verlegen die Geschichte hinter die Fensterfront des Verlages. Das Privatleben der Darsteller wird ausgeblendet, ohne dass man es vermisst. Bis auf einen überdrehten Dialog, in dem sich ein Berater über die „echten Kinder“ seines Kollegen wundert. Kitschige Panorama-Aufnahmen vom nächtlichen Köln signalisieren: Die gewohnt starken Kommissare Max Ballauf (Klaus Behrend) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) arbeiten rund um die Uhr. Zur Belohnung verlassen sie das Gebäude dann doch: für die obligatorische Currywurst am Rhein.

Von Sonja Broy

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