Krimi aus Dresden

"Tatort"-Kritik: "Level X" ging in die richtige Richtung

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Sie spielen ein taffes Duo: Karin Hanczewski (l.) und Alwara Höfels.

Dresden. Die Richtung scheint nun klar: Statt auf Humor setzten die "Tatort"-Kommissare aus Dresden in ihrem dritten Fall fast ausschließlich auf ernsthafte Ermittlungen.

Ob ihrer Ahnungslosigkeit in Sachen Internet sorgten die Beamten im „Tatort: Level X“ auch für Witz – auch wenn gerade die völlige Unkenntnis des Kommissariatsleiters Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) zu aufgesetzt wirkte. Und es machte den Fall auch nicht kurzweiliger. Im Gegenteil, die Spannung blieb mitunter dadurch auf der Strecke. 

Dabei hätte „Level X“ (Regie: Gregor Schnitzler), der in der Welt der Internet-Stars und Immer-online-Generation spielte, inhaltlich das Zeug zu einem fesselnden Krimi gehabt. Ein Mord vor laufender Kamera wurde von zig Menschen live verfolgt und doch gab es keine verlässlichen Zeugenaussagen. 

Ein sehr aktuelles Thema: Der Rummel der Fans um Youtube-Stars ist riesig. Und der Unterschied zwischen der On- und Off-Generation groß.  Doch tummelte die Handlung sich nicht nur in diesem Spannungsfeld. Ein drogendealender Arzt, gestörte Eltern-Kind-Beziehungen, eine Vergewaltigung, das alles war trotz der guten schauspielerischen Leistung zu viel. Dennoch: Die Richtung der taffen Ermittlerinnen stimmt.

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