HNA-Meinung

"Mordende Mutter" - Kritik zum Berliner Tatort

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Kämpft an allen Fronten: Drogenfahnderin Melissa (Ina Weisse).

Kassel. HNA-Redakteurin Bettina Fraschke zum Berliner „Tatort“: Eine Frau wird sterben. Und wir sehen dabei zu, wie sie sich leise aus dem Leben verabschiedet.

Wie sie die Noch-zu-tun-Liste abarbeitet. Die Geschenke und Briefe für ihre Töchter im Schrank verstaut. Und: Morde begeht.

Der Berliner „Tatort: Dinge, die noch zu tun sind“ von Jörg Tensing (Buch) und Claudia Garde (Regie) bewegte auf mehreren Ebenen. Es war zuallererst das Porträt der todkranken Drogenfahnderin Melissa. Schauspielerin Ina Weisse verlieh ihr die richtige Mischung aus Tapferkeit, Melancholie – und mörderischer Antriebskraft.

In dem Moment, wo den Kommissaren und eben auch den Zuschauern klar wurde, dass sie die Täterin war, war die Verblüffung perfekt. Wie überhaupt diese Auflösung des Falls und noch mehr der zweiteilige Schluss erschütterten.

Zunächst konnten die Zuschauer durchaus nachvollziehen, dass die Kommissare Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Alijnovic) die mordende Mutter laufen ließen und ihre letzten Lebenswochen nicht mit Gefängnis überschatten wollten. Doch dann erfuhren wir über einen Anruf, dass sie sofort weitergetötet hat – und die Gänsehaut war wieder da. Der Rest des Falls war solide Durchschnittsware.

Botschaften: Partydrogen sind nicht zu unterschätzen. Auf Schulhöfen werden Kinder angefixt. Mit denen lässt sich viel Geld verdienen. fra@hna.de

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