Tatort-Kritik: Der Neue in Dortmund hat 'ne Macke

Als Peter Faber (Jörg Hartmann) zu Beginn des Dortmunder „Tatorts“ auf dem Dach seiner ehemaligen Schule stand und nach unten schaute, fragten wir uns: Kann es nicht mal einen Kommissar ohne Macken geben?

Einige TV-Kollegen von Faber sprechen ja mit ihrem Tumor oder erschießen ihren Dienstwagen. Ist das Fernsehen nur noch eine Klapsmühle?

Faber ist depressiv. Als er vom Dach auf seine Stadt blickte, in die er zurückgekehrt war und die er nicht mehr wiedererkannte, wurde er ins Leben zurückgeholt. Der Hausmeister sagte: „Alles verändert sich. Das ist so, und das bleibt so.“

Auch der „Tatort“ verändert sich. Der aus Dortmund ist jünger und schneller. Das liegt am tollen Hartmann, der überdreht spielt und dessen Parka bald Kult sein könnte. Es liegt aber auch an Fabers drei interessanten Kollegen, die es nicht leicht haben mit ihrem Boss. Autor Jürgen Werner und Regisseur Thomas Jauch erzählten den Plot in „Alter Ego“ konventionell. Aber es kann ja nicht jede Woche ein Täter entkommen wie zuletzt in Kiel.

Am Ende rettete der junge Daniel Kossick (Stefan Konarske) seinem Chef das Leben. Faber fragte, ob er das nicht bald bereue und bekam die Antwort: „Das tu ich jetzt schon.“ Wir hingegen freuen uns, bald mehr zu erfahren von Fabers Macken.

Von Matthias Lohr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.