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Tatort-Kritik zu "Stille Wasser"

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Kassel. HNA-Volontärin Sonja Broy kritisiert den „Tatort: Stille Wasser“: Der Ansatz war spannend, die Umsetzung hanebüchen: Regisseur Thorsten Näter verknüpfte im Bremer „Tatort: Stille Wasser“ die Sprengung eines Drogenrings mit der Suche nach einem Doppelmörder.

Das hätte funktionieren können – mit einem realistischeren Szenario. So wollte die Spurensicherung das leere Kinderzimmer in der Wohnung der Toten nicht bemerkt haben.

Kommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) blieb gegen den Willen ihres Kollegen Stedefreund (Oliver Mommsen) mit der traumatisierten neunjährigen Nadine (Sina Monpetain) in den Räumen, in denen sie den Mord mitansehen musste. Dazu verkleidete Lürsen sich als sozial schwache Angehörige.

Accessoires: Zigaretten, Schnaps, ein Schlabbershirt. Das Mädchen konfrontierte sie mit Bildern der potenziellen Mörder. Ohne einen Psychologen einzubeziehen. Überzeugen konnte nur Anna Maria Mühe als alkoholabhängige Nachbarin, die aus Verzweiflung mordete.

Am Ende fand Nadine ihre Unbeschwertheit wieder. Das wäre auch ohne amerikanischen Hip-Hop deutlich geworden. So erinnerten die letzten „Tatort“-Minuten an einen grotesken Highschool-Streifen. sob@hna.de

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