Heidi Senska über den „Tatort“ aus Stuttgart

Absolut verlässlich

Was das Ermittlerduo Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) da an den Tag legte, war verlässliche „Tatort“-Manier - mit altbewährten Mitteln.

Im November wird die Krimireihe 40 Jahre alt. Daher ist es entschuldbar, dass der Zuschauer in der Folge „Blutgeld“ (Regie und Buch: Martin Eigler) das Gefühl hatte, er habe die Geschichte schon einmal gesehen: Mutter und Tochter liegen erschossen im Wohnzimmer, der Vater, ein Banker, steht schnell unter Verdacht, weist aber ein tadelloses Alibi nach. Ein dubioser Anwalt will ihn aus der Angelegenheit boxen. Bis dahin ist die Geschichte spannend wie ein Blumenkohl in der Kantine.

Allein Stephan Kampwirth, der den Vater Marc Simon so vielschichtig in seiner Trauer, seinem Schock und seiner Verzweiflung zeigt und dabei lange offen lässt, ob und wie er mit dem Tod seiner Frau und Tochter verstrickt ist, vermochte diesem „Tatort“ etwas Besonderes zu geben. Den Rest gab es schon so oft: Kindesentführung, Geiselnahme mit Sondereinsatzkommando, eiskalte Mafiabosse. Auch das Ermittler-Duo Lannert und Bootz vermochte nicht die richtige Würze in den Sonntagabend zu bringen. Die Ehekrise von Lootz, der seinen Hochzeitstag verpasst - überflüssig.

ska@hna.de

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