Tatort-Kritik: Das Team ist alles

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Die Schauspielerin und "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts.

Das Team ist alles - HNA-Kultur-Redakteur Mark-Christian von Busse zum „Tatort“: Das waren heftig brutale Bilder, mit denen der Jubiläums-„Tatort“ aus Ludwigshafen schockte:

Wie der Serienmörder seine Opfer nach qualvollen Todeskämpfen sterben ließ, zeigte Regisseur Lars Montag in aller - überflüssigen - Deutlichkeit.

Das waren heftig brutale Bilder, mit denen der Jubiläums-„Tatort“ aus Ludwigshafen schockte: Wie der Serienmörder seine Opfer nach qualvollen Todeskämpfen sterben ließ, zeigte Regisseur Lars Montag in aller - überflüssigen - Deutlichkeit.

Am Ende hatte es der zwielichtige Täter auf Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) selbst abgesehen, die ihren 50. Fall für den SWR löste - und somit auf schrecklichste Weise im Mittelpunkt stand. Eigentlich war es ihr Team, das sich mindestens Orden verdiente. Nicht nur Langzeitassistent Mario Kopper (Andreas Hoppe), der Odenthal couragiert in letzter Minute rettete.

Wie zügig die Ermittler vorankamen, gerade Kriminaltechniker Peter Becker (Peter Espeloer), darüber sollte man besser gar nicht nachdenken - über amerikanische Flohkrebse fand er ebenso fix alles Wesentliche heraus wie über Hydrauliköl-Rückstände und Futtermittel.

Ein Teufelskerl. Sei’s drum. Das Drehbuch von Jürgen Werner entwickelte einen spannenden Fall mit prägnanter Botschaft: Ohne Kollegen stehen auch „Tatort“-Routiniers allein auf weiter Flur.

Apropos Team: Cornelia Wiederhold fand ungewöhnliche Bilder, beließ ihre Kamera oft auf Distanz. Der Eindringlichkeit tat das keinen Abbruch. Obwohl man irgendwann kapiert hatte, dass der Fall undurchsichtig sein sollte wie der sumpfige Grund des Rheins. vbs@hna.de

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