Tatort-Kritik: Der übliche Cocktail

Tödliches Trockeneis in einer absichtlich kurzgeschlossenen Tiefkühltruhe - das war mal eine ganz neue Mordmethode im Kölner „Tatort“. Ansonsten zeichnete sich der Fall „Auskreuzung“ über ein mit Gentechnik experimentierendes Pharma-Unternehmen von Regie-Routinier Torsten C. Fischer kaum durch Originalität aus.

Mark-Christian von Busse über den Kölner „Tatort“

Man kann sich gut vorstellen, wie in „Tatort“-Drehbuch-Laboren Ingredienzen gemixt werden. Autor Karl-Heinz Käfer nahm Erfolgsdruck in der Wissenschaft, erbitterte Konkurrenz von Forschungsgruppen, ideologische Auseinandersetzungen um Genmanipulationen und - natürlich - Eifersucht und enttäuschte Liebe zum Krimicocktail. Der Zuschauer verstand, sofern nicht gerade im Bio-Leistungskurs befindlich, oft Bahnhof. Aber es gab auch die üblichen Kabbeleien zwischen den Kommissaren Schenk und Ballauf (Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt) und einige schöne, stille Momente.

Mittlerweile „Tatort“-üblich, aber überflüssig war der Nebenstrang, der das Thema im Privaten spiegelte. Auch beim plötzlich aufgetauchten, unglaubwürdig verstockten vermeintlichen Ballauf-Sohn ging’s um Gen-Weitergabe. Wie neulich beim „Tatort“-Kollegen Kopper in Ludwigshafen, der glaubte, eine Tochter zu haben. Auch das also nicht ganz neu.

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