Jessica Bassing über den Berliner „Tatort“

Tatort-Kritik: Unerwartete Wendung

Kalter Berliner Winter und knisternde Spannung - Der Berliner Jubiläums-Tatort „Mauerpark“ war anders. Regisseur Heiko Schier spielte mit verzwickten Verwandtschaftskonstellationen, setzte auf psychologische Momente.

Düstere Aufnahmen und verzerrte Rückblenden verlangten dem Zuschauer einiges ab. Was hat Freak Lukas mit der Geliebten des ermordeten Anwalts zu tun? Was weiß ein entlassener Kindermörder über eine Entführung von 1988? Welche Rolle spielen die reichen Zwillinge Ina und Laura? Regisseur und Drehbuchautor Schier machte es dem Zuschauer nicht leicht. Oft waren die Handlungen undurchsichtig und fragwürdig.

Bis zum Ende gab es immer wieder überraschende Wendungen. Nach einer Stunde Spannung glaubte der Zuschauer, der Fall sei gelöst – doch der Tatort ging weiter. Bis zur letzten Minute gab der verstörte Lukas, grandios gespielt von Robert Gwisdek, Rätsel auf. Ist der junge Mann wirklich verrückt, oder ist er der Drahtzieher hinter allem? Eines steht fest: Wer am Ende alles verstanden haben will, musste den Jubiläums- „Tatort“ aufmerksam verfolgt haben.

Kritik von Jessica Bassing, HNA-Kulturredaktion

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