Unterhaltung durch Situationskomik

"Tatort"-Kritik: Verwirrung und Humor statt Spannung

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Starkes Duo: Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski).

Mit "Der König der Gosse" lief der zweite Fall des neuen Teams aus Dresden. Mit Verwirrung und Humor statt Spannung überzeugte der Fall, findet HNA-Volontär Tobias Schulte.

Ein bisschen Spaß muss sein – das dachten sich wohl auch die Autoren des Dresdner „Tatorts“ Ralf Husmann und Mika Kallwass. Zum Glück. Denn vor allem durch starke Situationskomik unterhielt der Fall „Der König der Gosse“.

Dazu zählt auch, wie Regisseur Dror Zahavi die genau gegensätzlichen Zeugenaussagen in verschwommenen Schwarz-Weiß-Blenden umgesetzt hat – und damit das Ermittler-Duo Henni Sieland (Alwara Höfels), Karin Gorniak (Karin Hanczewski), ihren Vorgesetzten Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) und den Zuschauer verwirrt. Man fragt sich: Wem kann ich hier glauben?

Durch diese Mittel der Verwirrung sowie durch Machtspielchen im Polizeipräsidium geriet die Tätersuche teilweise in den Hintergrund. Auch an Spannung ließ der Fall zu wünschen übrig. Das konnte aber durch eigenmächtig aktiv gewordene Obdachlose aufgefangen werden.

Einfach klasse, wie sie aufgewühlt beim Rettungsdienst Nachfragen stellten und von „Schlipsträgern“ redeten. All dies erzeugte eine richtig gute Unterhaltung, die verzeihen lässt, dass die Tätersuche ohne viel Spannung und zum Ende hin doch so schnell und klar war.

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