Klischees und Langeweile

Kritik zum letzten "Tatort" aus Luzern

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Spielt ein letztes Mal Liz Ritschard: Delia Meyer.

Nach acht Jahren war "der Elefant im Raum" der letzte Tatort aus Luzern. Warum unsere Kritikerin meint, dass man nach dieser Folge dem Luzerner Ermittlerduo nicht nachtrauern wird. 

Es war, nach acht Jahren, der letzte „Tatort“ aus dem Schweizer Luzern. Nach der Folge „Der Elefant im Raum“ von Regisseur Tom Gerber kommt kein Bedauern deshalb auf. 

Trotz eigentlich interessanter Thematik rund um die Sonderstellung der Schweizer Elite, die zum Grund für einen Racheakt wird, und dem zweiten Thema „Lügenpresse“ samt Verschwörungstheoretiker, wollte keine rechte Spannung entstehen. 

Die Dialoge wirkten platt und drifteten immer wieder in Klischees ab (Buch: Felix Benesch und Mats Frey).

Schauspieler konnten nicht überzeugen

Auch Stefan Gubser und Delia Meyer konnten als Kommissare Reto Flückiger und Liz Ritschard nicht überzeugen. Durch die hochdeutsche Synchronisation, die selbst in dramatischen Szenen emotionslos wirkte und so stets noch zusätzlich das Tempo aus der Handlung nahm, wurde es nicht besser. 

Die Suche nach dem Mörder wurde fast zur Nebensache angesichts von Flückigers Auseinandersetzung mit dem Betreiber des alternativen Nachrichtenportals „Veritas-News“. Auch diese Auseinandersetzung war von Klischees geprägt und half nicht über die Langeweile hinweg, ebenso wenig wie die explodierenden Autos am Schluss. 

Bleibt zu hoffen, dass beim nächsten Schweizer „Tatort“ aus Zürich wieder mehr Spannung aufkommt. 

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