Tatort aus Leipzig: Keppler war der Held

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Ein bisschen viel Afghanistan-Klischees, aber Spannung bis zum Schluss: Der Tatort aus Leipzig überzeugte vor allem dank Martin Wuttke, der als Kommissar Keppler erst eins auf die Mütze bekam und dann sein Leben riskierte.

Der beste Spruch von Eva Saalfeld (Simone Thomalla) im Leipziger „Tatort": „Das Schlimme ist, dass es hier riecht, als sei gegrillt worden.“ Eine verbrannte Leiche stellte die beiden Ermittler vor unübersichtliche Ermittlungsarbeit.

Im „Tatort: Schwarzer Afghane“ (Regie: Thomas Jahn, Buch: Holger Jancke) ging es um afghanische Flüchtlinge. Einer entpuppte sich als rachsüchtiger Bombenbauer. Im Vordergrund stand aber Hauptkommissar Andreas Keppler (Martin Wuttke). Der rannte zwei Tage in denselben Klamotten herum, denn sein Koffer wurde nach einem Vietnam-Urlaub am Flughafen festgehalten. Mit weißer Golfermütze und Leinenkombi kam ihm sogar am Ende der Actionpart zu: Nur sehr knapp schaffte er es, eine Phosporbombe aus einem Flughafengebäude aufs Rollfeld zu werfen, bevor sie explodierte. Davor wurde er bei seinen Ermittlungen heftig am Kopf verletzt und außer Gefecht gesetzt.

Dass es bei einem Afghanistan-„Tatort“ um Terror und Drogen gehen musste, war etwas klischeebehaftet. Trotzdem eine spannende Folge mit vielen Toten und überraschender Wendung. Nur die Geschichte mit dem Haschischlager hätten sich die Autoren sparen können.

Von Nicole Flöper

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