ARD-Krimi am Sonntag

Vorschau zum "Tatort" aus Ludwigshafen: Herr über Leben und Tod

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Leichenfund: Johanna Stern (Lisa Bitter, links) und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, Mitte) sammeln Spuren am Rhein.

Lohnt sich das Einschalten beim "Tatort" am Sonntag? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Einen Blick in eine bedrohlich wirkende Zukunft wirft der Ludwigshafener „Tatort: Maleficius“.

Worum geht es in der aktuellen Folge?

Grundthema ist die Biotechnologie. „Der eine frisiert Autos, der andere Gehirne“, stellt Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) fest. In „Maleficius“ geht es um einen Mediziner, der mit Computerchips im Gehirn Leistungsfähigkeit pushen, psychische Krankheiten reduzieren und Lahme wieder gehen lassen will. Die intelligent verwobene Nebenhandlung spielt in der Auto-Tuning-Szene: Dem zwielichtigen Herrn Doktor ist ein schmieriger Werkstattchef gegenübergestellt, der Autos für illegale Rennen frisieren lässt.

Was ist die Grundlage für das Thema?

Autor und Regisseur Tom Bohn bringt eine wissenschaftlich brisante Diskussion ins Format des Sonntagskrimis: den Transhumanismus, eine Bewegung aus Philosophen, Medizinern und Computerspezialisten, die den Mensch mit Hilfe moderner Biotechnologien verändern – verbessern – will. Mensch und Maschine sollen zunehmend verschmelzen.

Was passiert konkret?

Alles beginnt mit einem Rollstuhl, der am Rhein steht. Leer. Hat sich hier jemand das Leben genommen? Oder ist eine Gewalttat passiert? Die Ermittlerinnen Odenthal und Johanna Stern (Lisa Bitter) begeben sich auf Spurensuche. Die führt sie in die Autowerkstatt von Aly Kaymaz (Gregor Bloéb) ebenso wie in den Operationssaal von Prof. Bordauer (Sebastian Bezzel), dem Hirnchirurgen, der sich mit einem ferngesteuerten Operationsgerät zum Herren über das Leben aufspielt. „Maleficius“ bedeutet bösartig, Malefiz ist auch der Name der bösen Fee in Disneys Dornröschen-Film. Schließlich raunt ein Pfarrer unheilvolle Sätze über den Teufel und dass dessen perfideste Leistung sei, die Menschen glauben zu machen, es gebe ihn nicht. Und es gibt weitere Tote.

Lohnt das Einschalten?

Ja, schon weil Sebastian Bezzel mit Schlafzimmerblick, Cola-Büchse und Schluffi-Look ein wirklich unheimlicher Professor ist.

Eine Kritik lesen Sie nach der Ausstrahlung auf hna.de/kultur

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