25 Jahre Ulrike Folkerts als Ermittlerin

Tatort am Sonntag: Interaktiver Krimi mit Spiel von Kasseler Entwicklern

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Präsentieren sich themengerecht wie die polizeilich behandelten üblichen Verdächtigen: Nico Gleitze (von links), Clemens Camphausen, Stephan Salzmann und Marko Pohl von der Agentur Machbar.

Das mit dem Jubiläum ist schön und gut - aber die Arbeit muss ja trotzdem gemacht werden“, sagt Kommissarin Lena Odenthal und ist prompt verschwunden, wenn im Büro eine Feierstunde beginnen soll. Der „Tatort“ feiert am Sonntag das 25. Dienstjubiläum der Ludwigshafener Ermittlerin.

Dazu gibt es für die aus Kassel stammende Darstellerin Ulrike Folkerts nicht nur die ganz besondere Folge „Blackout“ von Eva und Volker A. Zahn (Buch) und Patrick Winczewski (Regie), sondern auch ein aufwendiges Internet-Spiel, das am Sonntag um 21.45 Uhr freigeschaltet wird, und auf PC oder Tablet gespielt werden kann.

Entwickelt wurde es von der Kasseler Agentur Machbar - ein Mammutprojekt, an dem vier Spezialisten mehrere Monate lang gearbeitet haben, so Geschäftsführer Clemens Camphausen. Auf 150 Konzeptseiten wurde eine Geschichte, die sich aus der Story des „Tatort“ ergibt, weitergeschrieben, verzweigt und verrätselt und als Spiel programmiert.

Der Tatort

Lena Odenthal muss im Ludwigshafener „Tatort: Blackout“ einen Mord aufklären, bei dem einem Mann gegenüber sexuelle Gewalt angewendet wurde. Der Fall von Eva und Volker A. Zahn (Buch) und Patrick Winczewski (Regie) lässt die Kommissarin schmerzlich merken, wie wenig Privatleben sie hat. Sie kommt psychisch wie physisch an ihre Grenzen, muss sich sogar von der Notärztin behandeln lassen (Foto). Kollege Kopper (Andreas Hoppe) ist im Urlaub, mit der Vertretung Johanna Stern (Lisa Bitter), einer Profilerin, die so ganz anders arbeitet, muss sie erst mal klarkommen.

Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Auf einer kniffligen und vergnüglichen Ermittlungstour kann das Spiel auf dem Heim-Computer in zwei bis drei Stunden gelöst werden. Smartphones eignen sich weniger, weil das Display für die Grafiken zu klein ist. In der Fachsprache heißt das Spielkonzept „Click-and-Point“ – beim Bewegen des Cursors auf einem Foto können Gegenstände gefunden werden, die, richtig interpretiert, Lösungshinweise geben und die nächste Etappe des Spiels freischalten.

Zum Beispiel einen Ort, den man anfahren kann. Als Verschnaufpausen sind Mini-Spiele-im-Spiel eingebaut, so können DNA-Sequenzen zusammengefrickelt werden. Konzept und Design sind sehr liebevoll gemacht, von klassischer Schreibmaschinenschrift auf vergilbtem Papier in alten Akten bis hin zum Design einer eigenen Kaffeesorte - die der Entwickler aus Mehlverpackungen gebastelt und abfotografiert hat.

Wer sich in Kassel auskennt, hat noch einen kleinen Zusatzgenuss: Camphausens Leute haben sich für das neu erstellte Fotomaterial in der Stadt umgeschaut – so taucht plötzlich der Kasseler Gastronom Toni Nadalet auf und gibt Hinweise, Straßennamen aus Nordhessen werden nach Ludwigshafen verlagert, es gibt Bilder von einer Tankstelle und einem Mehrfamilienhaus. die eigentlich an der Fulda und nicht am Rhein stehen.

Über den „Flurfunk“ kann mit anderen Spielern gechattet werden, Spielstände können in den sozialen Netzwerken hochgeladen werden. „Diese Funktion allein nimmt die Rechnerkapazität eines ganzen Servers ein“, erklärt Camphausen.

Seine Firma geht von über 200.000 Mitspielern aus. Schon jetzt können Interessierte sich anmelden und Punkte sammeln mit einem Foto-Spiel, das auf der Website bereits funktioniert.

www.tatortplus.de

Von Bettina Fraschke

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