Tatortkritik: Der Mörder am Feuer

Kommissar Klaus Borowski in der finnischen Einöde.

Es ist schon ein Bild für die Götter, wie „Tatort“-Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) während einer Verfolgungsjagd in der finnischen Einöde verloren geht. Verzweifelt irrt der Kommissar in „Tango für Borowski“ durch die weitläufigen finnischen Wälder und isst in seiner Not Waldpilze, woraufhin er das Bewusstsein verliert.

Als Borowski erwacht, findet er sich an einem Lagerfeuer wieder. Ihm gegenüber sitzt der vermeintliche Täter, den er verfolgen wollte.

Am Sonntag erlebte der Zuschauer einen einmaligen „Tatort“ (Regie: Hannu Salonen), der durch eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen, Borowskis Verwirrtheit angesichts der finnischen Eigenarten und absurde Situationen durchaus Charme entwickelte. Der Zuschauer bekam ein Gefühl für die Weite Finnlands. Und die Geschichte hatte ihre Stärken: Borowski muss in die Wildnis reisen, wo der deutsche Ex-Junkie Ralph Böttcher (Florian Bartholomäi) eine Frau vergewaltigt und ermordet haben soll.

Nur das Ende dieser „Tatort“-Folge enttäuschte: Nachdem der mögliche Mörder mit seiner Erkrankung aufwendig eingeführt wurde, deckte Borowski in Windeseile auf, dass der das Mädchen doch nicht ermordet haben konnte. Ohne neue Beweise nahm er den wirklichen Mörder fest. Das Ende hätte schlüssiger sein können.

Von Yvonne Albrecht

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