Veranstaltung in den Messehallen

Junge Männer planen Party-Event: Kassel soll wieder Techno-Hotspot werden 

Kassel. Drei junge Musikenthusiasten organisieren am 26. Mai 2018 in den Messehallen eine musikalische Party der Superlative.

Auf der Landkarte der Technoszene war Kassel einst eine Metropole. Viele international bekannte DJs und Musiker traten im Techno-Club Stammheim auf, bis der Club in der Kulturfabrik Salzmann 2002 schloss. Danach verschwand Kassel als Techno-Hotspot. Das wollen Philipp Hofmann, Bastian Hofmann und Niko Neumann ändern.

Die Männer aus Grebenstein veranstalten seit zehn Jahren Partys. Jetzt plant das Trio etwas, was es so in der Region noch nicht gegeben hat: Die erste „Collapse Kassel“. Die Technoparty in der Kasseler Messehalle soll am 26. Mai stattfinden. Bis zu 5000 Menschen erwarten sie.

Warum es den Dreien gelingen könnte, dass Techno in Kassel wieder boomt:

1. Die Musik

Techno ist längst massentauglich geworden. Das sieht Philipp Hofmann als Fluch und Segen zugleich. „Es gibt viel Kirmestechno, das ist nicht das, was wir bieten. Das Gute ist aber, dass sich die Leute an die Art von handgemachtem, ursprünglichen, sehr körperlichen Techno wagen, den sie bei uns um die Ohren bekommen werden. Wenn die wummernden Bässe den Raum füllen, dann verliert man sich tanzend in der Menge, das ist immer wieder faszinierend.“

2. Die Musiker

„200 Kilometer rund um Kassel gibt es keine vergleichbare Techno-Großveranstaltung“, sagt Philip Hofmann. Mit Dave Clarke, DJ Rush, Magda, Matthias Tanzmann, Steve Bug und The Advent ist die Liste der Künstler erlesen. „Wir wollen, dass Kassel in der Szene bald in einem Atemzug mit Berlin, Frankfurt und London

genannt wird.“

3. Die Nostalgie

„Wir wollen Kassel als Techno-Hotspot wieder hochleben lassen, weil wir Kassel geil finden“, sagt Philipp Hofmann. Ein Grund sei die Techno-Historie: Viele bekannte DJs und Musiker traten im Stammheim auf, darunter Paul van Dyk, Dr. Motte, Richie Hawtin, DJ Karotte, Westbam und Sven Väth. 2009 kam mit „Zeitgeist Stammheim“ eine Doku darüber in die deutschen Kinos.

4. Die Macher

Philipp und Bastian Hofmann sowie Niko Neumann haben Erfahrung als Veranstalter. Sie sind aber selbst auch Technofans. Und sie setzen nicht nur bei der Technik auf Leistungsfähigkeit – 25 Tonnen Ausstattung für Licht, Ton, LED-Wände, Beamlights und mehr werden aufgehängt. Sie wissen: Soll eine Technoparty richtig gut werden, sind Ton und Licht die wichtigsten Faktoren. Außerdem lassen sie durch die Dekorateure der Firma Stellmacher und Jensen mit plastischen Elementen eine Dekowelt entstehen, die für Endzeit-Stimmung sorgen soll.

2008 stellten sie ihre erste Party auf die Beine, viele weitere folgten, erst im Da Jam, dann im Spot. Außerdem: Philipp Hofmann arbeitet im Marketing, Neumann produziert selbst Musik, legt als Niko Newman in Clubs auf und Bastian Hofmann arbeitet bei der Immenhäuser Veranstaltungstechnik-Firma Real Audio.

5. Die Technofans

Friedlich und harmonisch erwarten die drei Veranstalter aus Grebenstein die „Collapse“. Sie setzen auch auf die Kreativität der Fans. „Oft lassen sie sich besonders schillernde und farbige Outfits einfallen“, sagt Philipp Hofmann und ist auch von der Toleranz der Raver begeistert. „Jeder kann sich kleiden, wie er will. Die Szene ist offen für alle.“

Damit viele Technofans die „Collapse“ live erleben, denken die Veranstalter darüber nach, die Musik – anders als oft üblich – nicht online zu stellen. Sonst gehen die Leute weniger zu den Partys, weil sie sich die Sets downloaden. „Sie sollen aber nach Kassel kommen und mit uns feiern“, so Philipp Hofmann.

In Zone 1 legen Dave Clarke, DJ Rush und The Advent sowie die lokalen DJs Norman Müller, Paul. Groove und Niko Newman auf.

In Zone 2 sollen Magda, Matthias Tanzmann, Steve Bug sowie Zoka und Own.Way die Menschen zum Tanzen bringen.

www.collapse.kassel.de/tickets

Rubriklistenbild: © Foto: Andreas Lander/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.