- Sonntag, 20.15 Uhr

Interview: Maximilian Simonischek über seine Rolle im RTL-Film „Hindenburg“

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Computeranimiert: Der Zeppelin Hindenburg war mit 246,7 Metern so lang wie die Titanic. Er war Propagandamaschine der Nazis und Luxusliner. In Lakehurst bei New York ging er in Flammen auf.

Der neue Zweiteiler „Hindenburg“ ist mit zehn Millionen Euro das teuerste Filmprojekt des Senders RTL. Verfilmt wurde der Absturz des deutschen Zeppelins Hindenburg am 6. Mai 1937 in Amerika.

Es war eine der größten technischen Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts. 36 Menschen kamen ums Leben.

In dem von Regisseur Philipp Kadelbach beeindruckend umgesetzten Film spielen deutsche und internationale Schauspieler wie Heiner Lauterbach, Stacy Keach und Hannes Jaenicke. Theaterschauspieler Maximilian Simonischek spielt die Hauptrolle des Merten Kröger.

Herr Simonischek, Sie haben noch keine großen Fernsehrollen gespielt. Wie ist es, sich auf dem Bildschirm zu sehen?

Warnt vor einer Bombe an Bord: Luftschiffkonstrukteur Merten Kröger (Maximilian Simonischek) redet auf die reiche Amerikanerin Jennifer van Zandt (Lauren Lee Smith) ein. 

Maximilian Simonischek: Es ist gewöhnungsbedürftig. Natürlich fallen mir sofort die Sachen auf, die ich hätte besser machen können. Aber insgesamt bin ich doch sehr zufrieden mit meiner Leistung, auch mit dem Endprodukt. Ich glaube, es ist ein guter Film geworden mit einem fantastischen amerikanischen Look.

Warum wurden Sie als unbekanntes Gesicht für die Rolle ausgewählt?

Simonischek: Ein Grund ist bestimmt, dass ich ein sehr physischer Schauspieler bin. Ich musste in dem Film ordentlich einstecken und herumspringen und habe viele Stunts selbst gemacht.

Sie arbeiten eigentlich am Theater. Wollten Sie schon lange zum Fernsehen?

Simonischek: Das war jetzt ein Ausflug. Da kommt vielleicht noch mehr. Aber das Theater ist mein Zuhause, da fühle ich mich sehr wohl.

Was macht Fernsehen schwieriger?

Simonischek: Allgemein, dass beim Fernsehen das Geld im Mittelpunkt steht im Gegensatz zum Theater, wo es um Inhalt geht. Die Auseinandersetzung mit dem Stoff und den Kollegen ist beim Theater intensiver. Vor allem kommt es darauf an, die Außenwahrnehmung abzuschalten - wie wirke ich? Beim Film aber wird viel Aufmerksamkeit auf Gedanken verwendet wie: Wie stehe ich zur Kamera?

Wie haben Sie die Actionszenen erlebt?

Simonischek: Anstrengend, aber es hat viel Spaß gemacht. Die Schlägerei auf der Toilette ist vor allem sehr gelungen. Eine schöne Dynamik hat die und ist sehr kraftvoll. Das freut mich wirklich, so etwas zu sehen.

Lustig, wie der Schauspieler über so eine brutale Szene spricht.

Simonischek: Ja, die ist wirklich sehr brutal. Und wir hatten danach drei Tage Muskelkater. Aber es ist schön zu sehen, wenn die Arbeit aufgeht.

Wie war die Kulisse für die Schauspieler? Gab es einen Zeppelin?

Simonischek: Nein, er wurde nie als Ganzes nachgebaut, nur Teile. Innen beispielsweise die Kabinen. Wenn man im Film den Zeppelin sieht, dann ist das computeranimiert. Aber es reichte, um einen Eindruck zu gewinnen, wie bombastisch dieses Flugschiff gewesen sein muss.

Sie haben auf Englisch gedreht, der Film wird auch in Amerika gezeigt werden. Ist Hollywood ein Ziel für Sie?

Simonischek: Ich warte nicht darauf, dort zu arbeiten. Und ehrlich gesagt, rechne ich auch nicht damit. Aber ich würde mich natürlich wahnsinnig freuen.

Was sagt Ihre Freundin, wenn ab Sonntag Ihnen Frauenherzen zufliegen?

Simonischek: Ich bezweifle ja, dass es so ist. Das müssen wir mal abwarten.

Zweiter Teil: Montag, 7. Februar, 20.15 Uhr

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